Von der Albigna Hütte ins Bergell….der Weg nach Soglio… mit mittelalterlichem Gruselstopp im Tal.

Der Albignastausee glitzertAlbigna Hütte 2 schon lange in seinem typischen milchigen olivgrün als wir uns vom großzügigen Käse- und Müslibuffet der Albignahütte los reißen und auf den Weg ins Bergell machen.  An diesem Traumtag vergißt man leicht, dass der Seeblick einem massiven Eingriff in die herrliche Natur geschuldet ist. Fast 800 Meter misst die massive Staumauer, die den See am Berg hält und einen Alpentsunami verhindert.

Auf der anderen Seite nutzen wir dann auch noch ein Relikt des Mauerbaus, die kleine Seilbahn die heute eine 8 Personen Gondel trägt. Kein Mensch ist weit und breit, der den traumhaften Blick ins Bergell stören könnte. Aber auch keiIMG_2904ner der die Seilbahn in Bewegung setzt!

Erst der beherzte Druck auf diverse Knöpfe der Sprechanlage verbindet uns mit dem Seilbahnwärter im Tal und der Schwebeflug hinunter ins Bergell beginnt. Die 11 Minuten über wilde Schluchten hinunter sind an so einem Tag ein traumhaftes Erlebnis. Zu Fuß geht es weiter im Talboden bis nach Vicosoprano. Hier erwartet den Wanderer der Gruselstopp des Tages.

Im alten Rathaus befindet sich noch heute die ehemalige Folterkammer mit diversen Folterwerkzeugen, dem Verlies und so einigen schaurigen Informationen zur Hexenverfolgung im Bergell. Bei diesem gruseligen, mittelalterlichen Intermezzo steigt automatisch die Vorfreude auf den herrlichen Höhenweg hinüber nach Soglio. Mit wenig Steigung und oft über schöne Granittreppen führt der Pfad durch eindrucksvolle Kulturlandschaften immer am rechten Talhang entlang. IMG_2910

Und da der Weg schon lange kein Geheimtipp mehr ist, steigt auch die Wandererdichte drastisch an. Da  nimmt man schon mal gerne eine Auszeit auf einer der wunderschönen Almwiesen und läßt der Rentnergruppe aus Bottrop den Vortritt. Je mehr man sich Soglio nähert, desto eindrucksvoller das Panorama. Auf der gegenüberliegenden Talseite schiebt sich die Sciora Gruppe ins Bild und der Piz Badile mit seiner messerscharfen Nordkante zieht uns in seinen Bann. Der fast schwarze Granit und die in der Sonne fast poliert wirkenden Wände sind faszinierend! Und die Schau- und Staunpausen  verlängern den Weg nach Soglio dann schon mal.

Im leichten Abstieg über Wiesen erreichen wir schließlich dieses berühmte Dorf, das auf einer Terrasse umgeben von Almen trohnt und nicht nur phantastische Ausblicke bietet sondern auch eine Unterkunft allererster Güte.

Soglio

Wir haben uns im Palazzo Salis eingemietet; und der alleine ist ein Erlebnis! Und das gilt selbst dann, wenn draußen Regenwolken den Blick auf die Gipfel und Grate trüben sollten. Doch dazu später mehr….

–> zurück zur Forno Hütte                               –> zum Palazzo Salis in Soglio11D3XMSM9NL._SL160_

Für das Bergell empfehlen wir den Klassiker "Grenzland Bergell" von Schweizer Autorenduo Jürg Frischknecht und Ursula Bauer. Ein sehr schönes Wanderbuch mit vielen Hintergrundinfos, Geschichten und Tourenbeschreibungen. Bestens geeignet für gemütliche Leseabende und zur Tourenplanung.                                            Von der Albigna Hütte ins Bergell....der Weg nach Soglio... mit mittelalterlichem Gruselstopp im Tal.

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