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Wandern in der vertikalen Felswand? Die Ruta del Cares in den Picos de Europa macht’s möglich!

Soviel vorweg: Es ist ein Sensationsweg! Was da in Asturien und León, nicht einmal 20 km Luftlinie von der spanischen Nordküste und dem Atlantik entfernt auf den Wanderer wartet, verschlägt einem schier den Atem, auch wenn man schon vieles gesehen hat. (Siehe auch Video am Ende dieses Posts). San-Vicente-de-la-Barquera

Wir haben für diese Tour unser Lieblingsgebiet, den Westalpenbogen, großzügig bis in den Norden Spaniens erweitert. Und wir sollten es nicht eine Sekunde bereuen den Picos de Europa Nationalpark erkundet zu haben. Ein Ziel das seit langem auf unserer persönlichen “Places to see before you die” Liste stand.

San-Vicente-BarqueraSpanische Seefahrer gaben den oft bis in den Sommer hinein schneebedeckten Gipfeln den Namen. Es war schlicht die erste Landmarke die sie, vom Atlantik kommend, erkennen konnten und aus dieser Perspektive waren es eben die “Gipfel von Europa”. Heute ist dieses 20 mal 40 Kilometer große Gebirge, mit seinen über 60 Gipfeln, die die 2500m Marke knacken, der älteste und größte Nationalpark Spaniens. Vor Ort alles andere als unbekannt und doch im deutschsprachigen Raum noch so was wie ein Geheimtipp. Archaische Landschaften sind es, die sich in Sichtweite des Meeres auf 65.000 Hektar ausbreiten. Und wir mitten drin…! Mit enormen Höhenunterschieden, die auf der Ruta del Cares des Öfteren in Form senkrechter Felswände daher kommen.

Start am Atlantikstrand und dann doch nur heiße Luft unter den Sohlen!

Picos-de-Europa-BarqueraWanderungen die am Meer beginnen, haben ihren besonderen Reiz. An der Schlussfolgerung kommen wir nicht vorbei, als wir im beschaulich schönen Fischerstädtchen San Vicente de la Barquera landeinwärts schauenPicos-de-Europa-Wegweiser um die in der Morgensonne erstrahlende schneebedeckte Gipfelkette der Picos de Europa von Norden her zu bewundern. Also auf nach Poncebos, wo sich der Einstieg zu dieser unvergesslichen Tour befindet! Ein Glück, dass wir außerhalb der spanischen Ferienzeit unterwegs sind und daher das Naturschauspiel, das uns an diesem Traumtag erwarten sollte, fast für uns alleine haben. Der Einstieg in die Schlucht des Rio Cares erfolgt gemächlich…leicht ansteigend und doch immer dem Scheitelpunkt dieser, gefühlt fast ebenen, Wanderung entgegen. Über die Felsspitze von Los Collaos erreichen wir in gleissendem Sonnenlicht die immer enger werdende Schlucht des Rio Cares. Es macht sich das Gefühl von hochalpiner Mondlandschaft breit. Auch wenn wir bedingt durch die Nähe zum Meer nur auf einem “lächerlichen”Ruta-del-Cares-Los-Collaos Höhenniveau von 550 Metern dahinwandern. Der Weg ist komfortabel breit und wäre wohl vom Erlebnisfaktor eher vergleichbar mit einem Spaziergang durch einem deutschen Stadtpark, wäre da nicht eine atemberaubende Szenerie die uns, je weiter wir vordringen, mit immer intensiveren Landschaftsbildern in ihren Bann zieht.

Picos-de-Europa-Ruta-Cares-Unter uns tobt der Rio Cares durch die Schlucht und über uns erheben sich die bleichen bizarren Gipfel bis über 2000 Meter. Wir dazwischen, auf einem Weg den der Mensch für technische Zwecke angelegt hat. In einem beispiellosen Kraftakt haben tausende von Arbeitern von 1916 bis 1921 einen Stollen in die Felswände der 12 km langen Schlucht zwischen Cains und Poncebos gegraben um die Wassermassen des Rio Cares zur Energiegewinnung zu nutzen. Und diese zu 90% im Fels verlaufeRuta-del-Cares-Bautruppnde “Pipeline”, die das Wasser dem Kraftwerk in Poncebos zuführt, will gewartet sein! Also hat man sich auf das Konzept der Waalwege besonnen und alte Verbindungspfade, die durch die Schlucht führten ausgebaut und zu einem Wartungsweg erster Güte erweitert. Nicht ohne Todesopfer, wie wir schon beim Blick in die Schlucht vermuteten und wie es uns die Informationstafel des Nationalparks dann auch bestätigen sollte.

Horizontales Wandern, teils in senkrechter Felswand!

Je weiter wir vordringen, desto spektakulärer werden die Aus- und Tiefblicke! Durch teils kühne Mauerkonstruktionen Picos-de-Europa-Ruta-Caresabgestützt, folgt der Weg fast eben dem Wasserkanal, der immer mal wieder nur für einige zig Meter oberirdisch verläuft, bevor er wieder für Kilometer im Berg verschwindet. Damit es in diesem glühenden Felsbackofen gargekochten Wanderern, die mal eben ein erfrischendes Bad nehmen wollen, nicht genauso geht, sind alle zugänglichen oberirdischen Stellen zur Sicherheit gut abgesperrt und mit Warnschildern versehen worden. Wohl besser so!

Ruta-del-Cares-SchluchtDie Schlucht wird enger und enger! Der stahlblaue Himmel wird immer mehr zum schmalen Band, das zwischen den bizarren fast weiss leuchtenden Felsgipfeln nur wahrzunehmen ist, wenn man den Kopf weit in den Nacken legt. So manche 90 Grad Kurve des Weges lässt uns kurz erschaudern ob der Vorstellung, dass 2 beherzte Schritte geradeaus (statt 90 Grad rechts) schon mal ein Wandererleben binnen Sekunden auslöschen können!

Die Sonne ist gnadenlos und die Bartgeier, die hier mit menschlicher Unterstützung wieder angesiedelt wurden, kreisen schon in der Hoffnung auf fette Beute über uns. Da freuen wir uns dann besonders über die Passagen die in der fast senkrechten Wand verlaufen und die, da sie in den nackten vertikalen Fels gehauen wurden, ein natürliches Sonnen- und Geierschutzdach aus Stein haben. Wir wandern sozusagen durch eine halbe Tunnelröhre, die an drei Seiten aus massivem Fels besteht und an der vierten aus heisser Luft! Aber auch die echte Tunnelvariante mit massivem Fels rundum sollte uns immer wieder auf kurzen Strecken Picos-de-Europa-Geiererwarten und beeindrucken. Und am Ende der Schlucht, nach 12 Kilometern, kurz vor Cain, begibt sich nicht nur der Wasserkanal sondern auch der Wanderweg komplett unter die Erde, bzw. in den Fels. Wir wandern durch einen Tunnel, der immer wieder einige “Fenster” aufweist, die den Blick auf die hier zum greifen nahe gegenüberliegende Felswand und den darunter hindurch tosenden Rio Cares freigeben. Immerhin hat man hier nicht, wie auf dem Rest des Weges, konsequent auf die Geländer verzichtet!

Picknick auf der “Märchenwiese” von Cain

Ruta-del-Cares-TunnelDiese Eindrücke wollen erst mal verdaut sein. Was kommt da gelegener als der abrupte Wechsel des Landschaftsbildes am Ende der Schlucht, als wir den Kessel von Cain betreten. Grün ist es hier, flache Wiesen…umgeben von bizarren Gipfeln. Ein lieblicher Kontrast zu all den schroffen Hoch- und Tiefblicken der letzten Stunden! Mit anderen Worten ein perfekter Ort für ein kulinarisches Picknick am Ufer des Rio Cares bei dem schon mal der Gedanke aufkommt, Picos-Europa-Ruta-del-Caresob der Rückweg, nochmals 12 km auf gleicher Route, evtl. “langweilig” werden könnte? Mitnichten! Wir sind immer wieder überrascht wie identische Rückwege dann doch wieder neue Ein- und Ausblicke bieten. Und so sollte es auch an diesem Tag sein.

Ruta-del-Cares-FelsbogenDie Sonne taucht die Schlucht in warme Nachmittagsfarben und bringt damit die ganze Gesteins- und Vegetationsvielfalt noch mehr zur Geltung. Die uralten Steineichen, die so manches Kar hoch über uns schon seit Jahrhunderten bewohnen, glühen in der Sonne des späten Nachmittags. Die Gumpen des Rio Cares und sogar der Wasserkanal leuchten noch türkiser als am Vormittag. Ruta-del-Cares-Los-Collaos-

Nur die Geier, die in der Gluthitze des Nachmittags über uns kreisen, machen uns “Sorgen”!

Und wer sich eine eindrucksvolle “Wegbeschreibung” aus der Quadrocopterperspektive ansehen möchte, ist hier richtig:

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Uncategorized | 1 Kommentar

Auf dem Energieweg durch den Mercantour Nationalpark: Eine grandiose Bergtour mit gefühlten Null Höhenmetern!

Stura-Lac-VensEs ist ein Kunstbau, ….ok! Ohne intensiven menschlichen Eingriff ginge es auf dieser Route, die uns stundenlang durch den Mercantour Nationalpark leitet bergsteigerisch ganz anders zu. So aber ist es der längste uns bekannte Weg, der eben ist wie ein Brett und dennoch grandiose Landschaftseindrücke in alpinem Gelände über 2400 Meter bietet. Wenn man den Pfad erst mal erreicht hat…! Zunächst aber stehen wir staunend im gleissenden Morgenlicht vor dem Refuge de Vens und haben alle Mühe dieses Schauspiel auf der Naturbühne der vor uns liegenden Seealpen emotional zu verarbeiten.
Lac-Vens-Panorama-1
Irgendwie ist alles überirdisch klar. Der Rauhreif auf dem Grün neben der Hütte tut sein übriges um diesen Eindruck zu verstärken. Der Blick reicht gefühlt bis nach Nizza. Der noch im Schatten unter uStura-Lac-de-Vensns liegende Lac de Vens wirkt wie ein schwarzes Loch über dem sich in der Morgensonne unwirklich strahlende schroffe Gipfel erheben. Je mehr die Sonnenstrahlen diesen Kessel erhellen, desto mehr wandeln sich die monochromen schwarz weiss Eindrücke in ein prachtvolles Farbenspiel aus Blau- und Brauntönen, die mit den tiefschwarzen Schatten der umliegenden Gipfel ein Panorama ergeben, das sich dem Betrachter in unvergesslicher Weise ins Hirn brennt. Durch diese Traumlandschaft müssen wir durch, um zum Energieweg zu gelangen. Was für ein klasse Auftakt!
See-VensIm Abstieg Richtung See sind wir immer mehr berauscht von diesem Morgen. Immer wieder bieten sich neue Perspektiven, die zwischenzeitlich einen skandinavischen Charakter angenommen haben. All die kleinen Seen und die Felsstufen über die das Wasser vom einen in den anderen plätschert vermitteln fast den Eindruck wir hätten kurzzeitig das Land gewechselt. Und die Flora mit ihrem sich über Felsblöcke rankenden Krüppelwacholder tut ihr übriges um diesen Eindruck noch zu verstärken. Vor uns Stura-Vens-Rabuons-SWentwickeln die im glasklaren Morgenlicht liegenden Seealpen inzwischen einen derartigen Sog, dass wir einfach immer darauf zulaufen, genießen …..und im Abstieg dann glatt den Einstieg des Gegenanstiegs zum Lac des Barbarottes (2413m) verpassen! Die Korrektur des Verhauers bietet dann allerding nur wiederum neue und zusätzliche grandiose Landschaftseindrücke. Alles ist gut als wir uns zum See hinauf und schließlich über diesen hinaus empor zu einem Sattel schrauben unterhalb dessen der Energieweg beginnt.

Was hat es denn nun mit diesem Energieweg auf sich?
Chemin-de-Energie

Ein Zivilsationsprojekt aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ist er, der “Chemin del l’ Energie”. Damals plante die Elektrizitätsgesellschaft  “Energie Electrique du Littoral Méditerranéen” die vielen kleinen und größeren Seen die oberhalb des auf Chemin-de-Energie-1ca. 2400m gelegenen heutigen Weges und unterhalb des Mont Ténibre Massivs liegen, für ein Kraftwerksprojekt in St. Etienne de Tinée zu erschließen. Und dann kam der Krieg…. Der Weg der die verschiedenen Baustellen verbinden und den Transport von Mensch und Material in dieser hochalpinen Region überhaupt erst ermöglichen sollte, war fertig. Aus dem Kraftwerksprojekt wurde aber nichts. Was blieb ist eine eindrucksvolle Promenade, die eben wie ein Brett (!) und immer den teils schroffen Hängen folgend, geschätzte 10 km Wandergenuss pur bietet. Chemin-de-Energie-TunnelSchon die Anlage des teils 2 Meter breiten Pfades ist mehr als beeindruckend. Dort wo es im senkrechten Fels kein Weiterkommen gab, haben die Erbauer einfach einige Tunnel errichtet, die heute ein Schlendern in der senkrechten Wand ermöglichen. Luftige Tiefblicke sollte man also verkraften. Da wo Blockfelder in der Korngröße “Waschmaschine” ein Durchkommen um Stunden verzögert hätten, haben die Baumeister einfach das Gelände aufgefüllt und eine gut begehbare Schotterstraße erschaffen. So ist unser Blick nicht nur auf die grandiose Bergwelt der Seealpen gerichtet sondern auch immer wieder auf faszinierende “Kleinigkeiten” wir etwa die meisterlich aufgebauten Stützmauern die Chemin-de-Energie-2

uns die Querung fast senkrechter Felspassagen im Spaziergang ermöglichen. Etwa zwei Stunden geht es so dahin, bevor wir als quasi krönenden Abschluss den Felskessel unterhalb des Lac de Rabuons erreichen. Dort wird es nochmal luftig, was die Wegebauer zu zwei weiteren Tunndeldurchschlägen zwang. Mit der Energie des Energiewegs und des Endspurts nehmen wir den letzten Felsaufschwung wie im Flug. Endlich mal nicht waagrecht! Und oben oben angekommen nimmt uns das schön an den gleichnamigen Seen gelegene Refuge de Rabuons in Empfang. Was für ein Tag! Und der Weiterweg sollte teils noch spektakulärer werden… Dazu  mehr an dieser Stelle!

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Uncategorized | 2 Kommentare

Reinhold Messner, “parasitärer Alpinismus” im “als ob Gefahrenraum” und ein kontroverses Treffen mit Spitzenalpinisten im Messner Mountain Museum Firmian

Reinhold-Messner Einige der bekanntesten Bergsteiger der Welt sind sich einig: „Der Berg muss wild bleiben.“ Unter Reinhold Messners Regie war dies der Grundtenor der großen Diskussionsrunde “Quo CLIMBis?”, die auf Schloss Sigmundskron stattfand. Auf Einladung des Messner Mountain Museum, des International Mountain Summit und des Trento Film Festivals diskutierten Bergsteiger, Journalisten und Fachleute über die Zukunft des Alpinismus.

Der Hausherr Reinhold Messner leitete, oder soll man sagen dominierte(?), die Diskussionsrunde, an der namhafte Bergsteiger und KlQuo-Climbis-Bozen_1etterer wie Hervè Barmasse, Heinz Mariacher, Hanspeter Eisendle, Albert Precht, Denis Urubko (19 erfolgreiche Achttausender-Besteigungen!) und Roger Schäli teilnahmen. Und als wortgewaltiger Leiter der illustren Runde brillierte er  auch mit seinen knackigen Thesen. Die Berge der Welt mutierten zum “als ob Gefahrenraum” in dem der Tourismus auf den höchsten Gipfeln der Erde, bis hin zum Everest, angekommen sei.  Und da nach Messner der Alpinismus da beginnt, wo der Tourismus aufhört, ist es selbsterklärend, dass der Alpinismus auf sein Ende zusteuert, wenn jährlich, wie Messner betont, zwei Pisten bis auf den Gipfel des Everest angelegt werden. “Parasitären Alpinismus” nennt er letzteres. Ebenso wie das immer beliebter werdende Skitourengehen auf präparierten Pisten. “Als Investor würde ich das verbieten!” So Messner….

 

Messner-Firmian-Museum Für Spannung war also gesorgt… und für ein eindrucksvolles Ambiente auch! Mit dem “Altmeister” des Gefahrenraums zur Einstimmung auf die Diskussionsrunde durch sein Messner Mountain Museum Firmian zu wandern und sich vom “Chef” höchstpersönlich die teils skurilen Exponate erläutern zu lassen, war schon beeindruckend. Mehr als tausend Jahre bewegter Geschichte hat die riesige Burganlage über Bozen hinter sich. Zuletzt wohl mehr Ruine als Burg, hat ihr Messner in fasziMessner-Sigmundskron-Firmianierender Weise neues Leben eingehaucht. Und das nicht zuletzt durch eine  beeindruckende Mischung  alpiner Exponate, die die Phantasie eines jeden Bergfreundes anregen, selbst wenn er/sie eher in der Touristenklasse denn in der Alpinistenklasse, des Bergsteigens unterwegs ist: Da steht man ergriffen vor dem original Zelt von Anderl Heckmair, dem Erstdurchsteiger der Eiger Nordwand, oder betrachtet die Steigeisen von Reinkold-MessnerEdward Whymper dem Erstbesteiger des Matterhorn, bevor hinter der nächsten Ecke wieder eine dieser mystischen Götterfiguren aus Reinhold’s tibetischem Gefahrenraum aus jüngeren Jahren auf den Besucher wartet. Auch originelles und makaberes ist geboten. Oder kämen Sie auf die Idee eine original Socke von der Besteigung des Nanga Parbat in ein Ölgemälde einzuarbeiten? Makaber wird es dann eher wenn man den nur wenige Quadratmeter großen Raum betritt, der tödlich verunglückten Bergsteigern gewidmet ist, allen voran Messners Bruder Günther. In einer GlasvitrineSchuh-Messner im Zentrum steht dort der Bergstiefel, des im Juni 1970 am Nanga Parbat tödlich verunglückten. Die kontroversen Diskussionen, Vorwürfe und Schuldfragen zu den Geschehnissen von damals sind hinlänglich bekannt. Im Juli 2000 war es Hanspeter Eisendle, der einen menschlichen Knochen  auf der Diamirseite des Berges fand, der später per DNA Analyse als das rechte Wadenbein von Günther Messner identifiziert wurde. Und eben jener Hanspeter Eisendle saß mit fünf anderen Spitzenbergsteigern auf dem Podium als es auf Firmian am Nachmittag um die Messner-Quo-ClimbisZukunft des Alpinismus ging. Als “Abenteuerverhinderer” bezeichnete er sich selbst, aber nur wenn er als Bergführer mit Gästen unterwegs sei. Sonst aber sagt er über sich:  „Ich will die Wildheit in mir ausleben können, deswegen verteidige ich die Wildnis in den Bergen“. Kontrovers wird es nochmal als Reinhold Messner sein gespanntes Verhältnis zu den Alpenvereinen thematisiert.  Als Michael Larcher, der Ausbildungsleiter des österreichischen Alpenvereins, mehr Partnerschaft mit Reinhold-Messner-InterviewMessner einfordert, bricht es aus diesem heraus: Die Alpenvereine hätten doch unermüdlich die  Erschließung der Berge  und die Eliminierung der alpinen Gefahren vorangetrieben….., differenziert dabei und ergänzt, dass er sich insbesondere über  den Deutschen Alpenverein in den vergangenen Jahren so geärgert habe, „dass davon alle meine weißen Haare herrühren“. “Meister des Aussperrens” sei der DAV, womit er auf die Politik des Vereins während der Nazizeit anspielte, als Juden nicht auf dessen Hütten übernachten durften.

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Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Uncategorized | 1 Kommentar

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