Archiv für das Tag 'Tessin'

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Alpe Masnee- ein Tessiner Juwel zwischen Verzasca und Maggia Tal!

Lange war sie auf unserer “Places to see, before you die!” Liste. Was wir dann auf der Alpe Masnee vorfanden übertraf alle Erwartungen. Doch wie so oft haben dieAlpe-Masnee-Panorama Götter vor den Genuss den Schweiss gesetzt. Als wir in der flirrenden Hitze des Maggiatals stehen und die schroffe Einkerbung des Valle del Salto inspizieren, durch die der Alpe-Masnee-Maggia-1Hüttenzustieg führt, ahnten wir noch nicht wie viel Schweiss uns tatsächlich abverlangt werden sollte. Rund 1800 Höhenmeter liegen zwischen uns und dem auf auf 2063 Metern Höhe gelegenen, wunderschönen aus fünf Hütten bestehenden Almjuwel.

Durch die grüne “Hölle” des Valle del Salto.
Also gehen wir’s an und tauchen ein in die Schlucht des Valle del Salto! Üppiges Grün soweit das Auge reicht. Und tief Maggia-Masneeunten in der Schlucht, auch wieder üppiges Grün, in Form des Wildbaches der sich am Talausgang über eine einhundertzwanzig Meter hohe Felsstufe förmlich auf das Dörfchen Maggia herab ergießt. Nach mehrtägigem Dauerregen ist das ein Naturschauspiel erster Klasse! Uns aber heizt Val-Salto-Maggiadie Sommersonne ein. Beim Blick nach oben wird schnell klar, dass die Alpe Masnee nicht nur in luftiger Höhe trohnt sondern, dass sie auch ganz schön abgelegen ist. Unvorstellbar, welche Armut hier im 18. Jahrhundert geherrscht haben muss um die Menschen samt ihrer Tiere bis in höchste Höhen und in den letzten grünen WinkelDeva-Masnee-Maggia zu treiben um Almwirtschaft zu betreiben. Auf teils ruppigen und von Gras und Farn überwachsenen Pfaden arbeiten wir uns nach oben….stundenlang! Das bietet genügend Gelegenheit zur inneren Einkehr und für Gedanken darüber, wie es wohl vor 250 Jahren gewesen sein muss, als so ein Aufstieg kein Freizeitspaß, sondern Teil eines bitteren Überlebenskampfes war. Alpe-Masnee-MaggiaDer Kontrast zu dieser Gedankenwelt hätte nicht größer sein können, als ein knatternder Heli über unsere Köpfe rast und, wie wir später erfahren sollten, die Enkelin der letzten Älpler, die auf der Alpe Masnee heute nach dem Rechten schaut, einfliegt.Alpe-Masnee-Passo-Deva Immer ruppiger wird der Pfad als wir uns dem Passo Deva nähern. Aber mit dem Heli tauschen wollten wir dennoch nicht. Zu beindruckend ist dieser Talschluss, um ihn nicht “Schritt für Schritt” zu erobern. Auf dem Passo Deva angekommen, fehlt uns allerdings eher die Muße um den Tiefblick auf den Lago di Starlaresc und ins Verzascatal zu genießen. Alpe-Masnee-Val-Salto“Endlich ankommen”, heißt die Devise nach diesem in jeder Hinsicht intensiven Aufstieg. Bis zuletzt rätseln wir wo sich denn die fünf Hütten der Alpe Masnee nun versteckt halten. Kaum zu glauben, wie perfekt Granithütten in einer Granitlandschaft getarnt sind!

Almwirtschaft seit 1788….. wenn Steine erzählen könnten!
In weitem Bogen nähern wir uns diesem Almdorf dann schließlich von oben und sind ab Alpe-Masnee-Verzasca-1der ersten Minute begeistert. Bis 1952 war sie bestoßen die Alm, die dem Patriziat Maggia gehört. Dann verließen die Großeltern der Heli Hüttenwartin für immer diesen entlegenen Flecken. Seit Ende des 18. Jahrhunderts, wie die in den Gneis gemeißelte Jahreszahl 1788 anzeigt, hatte es hier Almwirtschaft gegeben. Was dann folgte war das typische Schicksal nicht mehr genutzter Steinhütten im Tessin. Binnen weniger Alpe-Masnee-DevaJahre gibt der Baumstamm, der das tonnenschwere Dach aus Gneisplatten trägt, seinen Geist auf. Es bricht in sich zusammen und die Hütten verwandeln sich in das was sie ursprünglich waren: in einen Haufen Steine. Doch dieser Vorgang ist reversibel! Alpe-Masnee_VerzascaZumindest wenn man fünfhunderttausend Schweizer Franken in die Hand nimmt und zig Freiwillige über mehrere Jahre ihre Freizeit opfern. So geschehen auf der Alpe Masnee. Heute erstrahlt sie in wunderschöner Panoramalage in neuem Glanz. Die Fotobücher die dort oben hinterlegt sind, künden vom Alpe-Masnee-salsicciaunvorstellbaren Aufwand den die lokalen Bergenthusiasten getrieben haben um dieses Kleinod wieder auferstehen zu lassen. Und wir haben uns gleich zwei Übernachtungen gegönnt um das Resultat der Mühen zu genießen. Wieso auch nicht? Der lange, anstrengende Aufstieg ist schnell vergessen als das Masnee-Lago-MaggioreHolzfeuer im Ofen knistert und die mitgebrachten kulinarischen Köstlichkeiten auf den Tisch kommen. Zum Dessert genießen wir das Wetterschauspiel mit tollen Wolkenformationen über dem am Horizont sichtbaren Lago Maggiore. Auch die Kette der Lago-Pianca-Maggiaschneebedeckten Walliser Viertausender, die am nächsten Morgen rosa glitzernd in den tiefblauen Himmel ragen, beindruckt. Man könnte hier glatt Lago-Pianca-MasneeWurzeln schlagen, würde nicht auf der Abstiegsroute das tiefblaue Auge des Lago Pianca, einem der schönsten Bergseen des Tessin, locken. Wir denken an die Heli Capella-Pioda-MaggiaHüttenwirtin als wir zu Tal schweben und im steilen Abstieg wieder in den tiefgrünen Dschungel des Valle del Salto eintauchen. Mit glühenden Sohlen erreichen wir die Capella Pioda an der Steilstufe hoch über Maggia und stellen zufrieden fest: diese kleine Expedition hat mal wieder bleibende Eindrücke hinterlassen. Der vergossene Schweiß hat sich gelohnt!

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Lago Maggiore, Schweiz, Tessin | Keine Kommentare

Tessiner Oase mit Zweiseenblick: “Das ist Glück!”

….schrieb ein beseelter Besucher ins Gästebuch der Casa Bonesce im Tessiner Verzascatal. Und tatsächlich ist es gefühlt unmöglich sich dem Lago-Maggiore-Verzasca-VogoCharme dieses wundervollen Bed & Breakfast in Mergoscia zu entziehen. Schon die Anreise ist vielversprechend.
Hoch über dem Stausee der das Verzascatal zum Lago Maggiore hin abschließt und dessen Staumauer schon James Bond inVerzasca-Mergoscia-Vogorno “Golden Eye” als Absprungrampe diente, schlängelt sich das gefühlt einspurige Sträßchen dahin und gibt schließlich den Blick frei auf die am Bed-Breakfast-MergosciaSonnenhang dahingewürfelten typischen Tessiner Häuser von Mergoscia. Dort, am Gegenhang des  Pizzo di Vogorno,  endet die motorisierte Welt. Und es sollte sich umgehend erweisen, dass es für Tessinliebhaber eine der schönsten “Sackgassen” des Kantons ist. Casa-Bonesce-VerzascaAm von Weinreben überrankten Parkplatz empfängt uns das Surren der Materialseilbahn die Corinna, unsere Gastgeberin, zu Tal schickt. Während das Gepäck fünfzig Meter nach oben schwebt nehmen wir in fünf Minuten die Granitstufen hinauf zu diesem wunderschönen Tessiner Haus, dem Corinna und Bernd in fünfjähriger (!) liebevoller Detailarbeit neues Leben eingehaucht haben.Casa-Bonesce-Verzasca-1
Was für ein Kraftort: Ticino@it’s best!
Schon an der Eingangstür wird klar, dass hier Liebhaber am Werk sind, die keine Mühe scheuen bis auch das kleinste Detail stimmig ist. Es ist mal wieder einer dieser “Kraftorte” an denen es keine 30 Sekunden dauert bis man fühlt “angekommen” zu sein. Corinnas überaus herzlicher Empfang, trägt ein Übriges dazu bei. Casa-Bonesce-MergosciaDer “Check in” mit Hausführung ist für sich schon ein Erlebnis. Stilvolle, mit Materialien aus der Umgebung renovierte Zimmer, jedes mit eigenem Charme, erwarten uns. Ebenso wie eine bestens ausgestattete Küche für die Gäste und originell ausgestattete Bäder. Vogorno-Verzasca-MergosciaDazu überall altes Holz, das Bernd in Form von Türen und Möbeln in Handarbeit zu neuem Leben erweckt hat, prägen diesen außergewöhnlichen Ort. Doch als wir von den weinbewachsenen Balkonen und der mit typischen Tessiner Granittischen ausgestatteten, palmengesäumten Terrasse ins Tal Vogorno-Verzasca-Stauseeblicken, stockt uns fast der Atem. Was für ein Panorama! Ticino@it’s best! Unter uns erstreckt sich der Lago di Vogorno und dahinter, sozusagen im Erdgeschoß, 250 Meter tiefer, der Lago Maggiore. Was für ein einzigartiger Platz!
Doch was wäre eine Gästehaus ohne Gastgeber?
Schon beim Empfang wird klar, dass hier Leidenschaft im Spiel ist. Leidenschaft für Gastfreundschaft, für die Natur, für Berge, für das Reisen weltweit und für Menschen. So verwundert es nicht, dass wir mit Bernd und Corinna die eine oder andere Stunde am Granittisch verplaudern. Casa-Bonesce-Mergoscia-VerzUnd da wird unsere Tessiner Wanderplanung schon mal mit den Erlebnissen der beiden aus dem Himalaya, aus Patagonien oder Papua Neuguinea angereichert, die Interna der Dorfgemeinschaft besprochen, oder die Leistungen der Huberbuam diskutiert. Bed-Breakfast-VerzascaAm spannendsten aber sind die Erzählungen darüber, wie die beiden diesen Ort erschaffen haben. In fünf Jahren und mit 1.5 Mann, wie Bernd sagen würde.
Sollen wir wirklich auschecken und auf Berge steigen?
Leicht fiel uns die Entscheidung ehrlich gesagt nicht als Bernd das reichhaltige Frühstück auf der Terrasse servierte. Vogorno-Verzasca-LagoKönnten wir uns doch mit 1000$ Panoramablick im “Loungebereich” unter Palmen niederlassen und den Zweiseenblick in uns aufsaugen. Aber es wartet schließlich die ebenso traumhafte Alpe Masnee auf uns. Gut, dass wir vorgesorgt haben und eine weitere, letzte Nacht, nach der Tour und vor der Heimreise, in der Casa Bonesce reserviert haben.
What a night! Verzasca-Tamaro-MaggioreWir können uns kaum losreißen vom abendlichen Panorama, als unter uns rings um die Laghi (!) die Lichter angehen und die berühmte Kirche, Santa Maria degli Angeli, des Tessiner Stararchitekten Mario Botta am Monte Tamaro in nächtlicher Illumination erstrahlt.

Wie schrieb doch ein anderer Gast?:Casa-Bonesce-Mergoscia-1

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Hotels, Lago Maggiore, Schweiz, Tessin | Keine Kommentare

Spektakuläres zwei Seen Panorama, ein Topmodel und ein pittoreskes Almdorf an der Via Alta della Verzasca, … und das alles für uns ganz alleine!

Lago-Vogorno-VerzascaÜber die Idee den schwierigsten Wanderhöhenweg der Schweiz die “Via Alta della Verzasca” im Tessin zu begehen – und zwar QUER! – hatten wir hier ja bereits berichtet. Dass uns nach unserem Prolog hoch über dem Lago Maggiore und einem Aufstieg mit spektakulären Ausblicken abends auf der Alpe Bardughe ein Topmodel erwarten würde, hatten wir allerdings beim besten Willen nicht erwartet!

Vom Lago di Vogorno hinauf zu einem der schönsten Almdörfer des Tessins
Glasklar, so sollte das Wetter sein, will man den schweißtreibenden Aufstieg vom Ufer des Vogorno Stausees mit seiner 220 Meter hohen Staumauer, an der sich die Adrenalinjunkies per Gummiseil ihren Kick holen, hinauf zur Alpe Bardughe in vollen Zügen genießen. Fast 1200 Höhenmeter und steile Wege erwarten den Wanderer. Zur Belohnung gibt’s Sensationspanoramen über den künstlichen Lago di Vorgorno hinweg hinunter zum 250 Meter tiefer gelegenen Lago Maggiore. Über dessen tiefblauen Spiegel hinweg blickt man an solchen Tagen bis zu seinem südlichem Ende und in die Po Ebene. Und nicht zu vergessen: Oben wartet dann noch eine Überraschung der unerwarteten Art …das bereits erwähnte Topmodel!

Bardughe-Lago-Maggiore-Tess

Auf ganzen 461 Metern Höhe verlassen wir den Talboden und das pittoreske Gewirr der  Rustici von Vogorno. Damit endet auch schlagartig der Trubel den die Tagestouristen, die vom Lago Maggiore herauf kommen, auf der Jagd nach dem schönsten Foto der türkisgrün strahlenden Verzasca oder der berühmten Bogenbrücke von Lavertezzo, unweigerlich verursachen. Vorbei an einigen nur zu Fuß erreichbaren romantisch gelegenen Ferienhäusern, die früher eher als Hungeralpen dem nacktem Überleben dienten, schrauben wir uns empor. Immer spektakulärer wird dabei der Blick über die Seen unter uns. Ein Steilhang der von hüfthohem Farn überwuchert ist, ist normalerweise kein Vergnügen. Hier gilt dieser Satz allerdings nicht! Denn beim Blick in die Tiefe reichen die blauen Bänder der Laghi Vogorno und Maggiore bis an den Horizont. Einfach sensationell… und schmerzlindernd, dieses Panorama!

Die Alpe Bardughe, ein Tessiner Almdorf in traumhafter Lage!
Durch üppig grüne Hänge schrauben wir uns weiter nach oben. Nur sehr langsam will sich die Höhenmesseranzeige der Zielhöhe von 1638 Meter nähern und dann Alpe-Bardughe-Tessin

passiert es doch unvermittelt. Der steile Hang neigt sich plötzlich zurück und geleitet uns durch saftige Wiesen auf eine natürliche Panoramaterrasse die kein Architekt besser hätte planen können! Genüsslich und voller positiver Erwartung schlendern wir ins “Dorf”. Und stellen fest, dass die heutzutage überwiegend als Capanna-Bardughe

Ferienhäuschen genutzten Granithütten fast alle im Dornröschenschlaf liegen und wir dieses Kleinod an diesem Tag für uns alleine haben. Zwei der ca. 20 Hütten dienen als gut ausgestattete Selbstversorgerunterkunft die im Sommer für Wanderer immer offen steht. Was für ein Ort! Die kleine Hütte die die Küche beherbergt ist bestens ausgestattet so, dass dem genussvollen Mahl, Bardughe-Alm-Tessindas man allerdings selbst hochtragen muss, nichts im Wege steht.

Über der Hütte trohnt die 2442 Meter hohe Pyramide des Pizzo di Vogorno die auch beim Blick nach oben einen tolles Panorama beisteuert. Und vor der heimelig kleinen, liebevoll restaurierten Unterkunft steht einer dieser von der Sonne auf kuschelige 35 Grad vorgeheizten typischen Tessiner Granittische über deren zentnerschwere Platte hinweg man einen erstklassigen Blick über fast den gesamten Lago Maggiore genießt.

Was für ein Genussplatz! Und das alles unter “Aufsicht” eines Topmodels! Das kommt so schrill daher, dass man es schon fast wieder schön finden muss. Auch wenn die Art und Weise in der das Dach der Nachbarhütte mit einem ehemaligen Webeplakat “renoviert” wurde sicher nicht den Anforderungen des Denkmalschutzes genügt:

Alpe-Bardughe

Am “beheizten” Granittisch saugen wir dieses Kraftpanorama in uns auf, genießen mitgebrachte lokale Köstlichkeiten und bemerken dabei kaum wie es langsam aber sicher Abend wird. Und auch dieser sollte noch imposante Überraschungen für uns Salametti-Tessinbereit halten!

Mit zunehmender Dunkelheit zeichnet sie sich immer deutlicher ab, die funkelnde Lichterkette die den Lago Maggiore umgibt. Der Horizont beginnt zu glühen und man könnte meinen das dort sichtbare Mailand stünde in Flammen. Glücklicherweise ist es nur eine optische Täuschung die vor allem der Lichtverschmutzung durch die Mailänder Flughäfen geschuldet ist. Imposant ist der Anblick allerdings trotzdem:

Lago-Maggiore-Night

Es wird ein langer, im positivsten Sinne einsamer Abend in einer Aussichtsloge erster Güte. Kaum zu glauben, dass uns schon morgen ein weiteres Highlight der “Via Alta della Verzasca” erwarten sollte, wenn auch mit einem Umweg über das uns 1200 Höhenmeter tiefer zu Füßen liegende Tal. Eben “Via Alta Verzasca - QUER!”  Lesen Sie mehr an dieser Stelle.

Livebild von der Alpe Bardughe:

current2 Spektakuläres zwei Seen Panorama, ein Topmodel und ein pittoreskes Almdorf an der Via Alta della Verzasca, … und das alles für uns ganz alleine!

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