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Kann eine Bergwanderung auf einem Schiff enden? Über den Lago Maggiore, vom Berg nach Hause - ein mediterranes Sensationskonzept im Tessin!

Lago-Maggiore-CanobbioEine Wanderung mit integrierter Kreuzfahrt? Kein Problem, am Lago Maggiore! Irgendwie hatte es uns seit langem gereizt einmal mit dem Schiff vom Berg nach Hause zu fahren. Die Panoramawanderung von Canobbio nach Cannero Riviera macht diese Premiere möglich. Dass wir dabei noch Carmine Superiore, das auch heute noch nur zu Fuß erreichbar ist, erkunden dürfen, setzt dem Konzept die Krone auf. Genau wie der Sundowner am Schiffsanleger von Cannero Riviera, einem Kraftort an dem Italiensüchtige schon mal Wurzeln schlagen. Aber eins nach dem anderen….

Cannobio-Lago-MaggioreZunächst verlassen wir unser Schweizer Domizil in Richtung Süden und machen uns auf nach Canobbio, jenem einst maroden Charme ausstrahlenden Dörfchen am Westufer des Lago Maggiore, das heute durch eine millionenschwer herausgeputzte Uferpromenade im positiven Sinn zu beeindrucken weiss. Auf eben dieser wollen wir zunächst, wie immer wenn wir in der Gegend sind, eine ordentliche Dosis “Dolce farniente” inhalieren. Doch dieses Mal ist alles anders! Mit Wanderschuhen an den Füßen und einem Rucksack auf dem Rücken sind wir hier (gefühlt) etwa so deplatziert wie ein Gondoliere im Everest Basislager. Aber wir überleben den mentalen Spiessrutenlauf über die wunderschöne Seepromende ohne Anfeindungen und suchen dann doch schnell das Weite in Richtung Hinterland, wo uns an der Straße ins Val Canobbina der Einstieg in eine wunderschöne Hangwanderung nach Cannero Riviera erwartet.

Es ist schon erstaunlich wie schnell uns der Weg von der touristisch durchgestylten Piazza von Canobbio in eine mediterrane Kulturlandschaft, nur wenige hundert Meter über demLago-Maggiore Lago Maggiore, empor katapultiert. Eben alles eine Frage der Perspektive! Hat man sich erst 20 Minuten Aufstieg auf dem alten Saumpfad oberhalb von Canobbio gegönnt, blickt man unversehens “herab” auf all die Touristen die, wie wir noch vor einer halben Stunde überzeugt waren sich an einem der schönsten Plätze rund um den Lago Maggiore zu befinden. Nun wissen wir, der liegt 200 Meter höher! Grandios, der Blick bis an das Nordende des Sees, noch über Ascona, dem tiefst gelegenen Ort der Schweiz hinweg, bis zum Pizzo di Vogorno, der schon jetzt neue Ideen für Touren hoch über dem Verzascatal reifen lässt. Aber stopp!

Carmine Superiore, ein Besuch im 14. Jahrhundert, hoch über dem Lago Maggiore.
Jetzt absorbieren wir erst im Hier und Jetzt die sensationellen Eindrücke der heutigen Genusstour. Dass wir uns in einer alten Kulturlandschaft bewegen ist unverkennbar. Überall Stützmauern früherer Ackerterrassen und eine Mulattiera die sich bis ca. 300 Höhenmeter über den See hinaufzieht und die über weite Strecken auch mit einem Geländewagen befahrbar Carmine-Wanderwegwäre. Immer wieder führt uns der Weg an sensationell gelegenen Rustici vorbei, die wenn auch über Asphalt erreichbar, der Vorstellung vom mediterranen Traumwohnsitz sehr nahe kommen. Immer wieder warten an der nächsten Ecke neue Überraschungen, wie etwa in Mulinesc, kurz vor dem höchsten Punkt der Tour gelegen. Da steht doch tatsächlich eine alte Mühle mitten am Berghang! Liebevoll restauriert und offensichtlich in der Hand eines kunstbeflissenen Eigners. Carmine-Superiore-Lago-MaggDarauf deutet zumindest der ehemalige Mühlstein hin, der in ein Kunstwerk im Garten integriert ist und der das mediterrane Traumpanorama durch einen künstlerischen Akzent perfektioniert. Wer nicht mit einer solchen Immobilie gesegnet ist kann sich  zumindest eine mieten.

Doch der Höhepunkt sollte noch folgen: Carmine Superiore. Nur zu Fuß erreichbar. Ein verschlafenes Bergnest, das einem sofort eine lebendige Vorstellung vermittelt wie beschwerlich das Bauernleben hier, dreihundert Meter über dem See und in Mitten der Ackerterrassen früher gewesen sein muss. Zentraler Punkt ist die auf einen Felssporn gebaute Kirche aus dem 14. Jahrhundert,  mit Ihren schönen Fresken. Etwas düster kommt Sie im Kontrast zum gleissenden Licht über dem Lago daher.Carmine-PanoramaZumal wenn man sich vor Augen hält dass sie im 15. Jahrhundert eine Zufluchtsstätte für Pestkranke war. Umso mehr entschädigt der 180 Grad Panoramablick über den Lago Maggiore, der sich vom kleinen Vorplatz der Kirche bietet. Und das obwohl an diesem Ort früher der Friedhof war.

Die Inseln der Metzgersöhne.
In leichtem Auf und Ab schlängeln wir uns weiter gen Süden. Die kunstvoll aufgeschichteten Trockensteinmauern strahlen die Mittagshitze Catelli-di-Canneroauf den Wanderer ab und bringen die Muskeln auf optimale Betriebstemperatur. Man könnte so weiter Wandern, ….. bis nach Rom. Doch der Traumblick auf die bald im See unter uns liegenden Castelli di Cannero bremst unseren Schritt. Die Geschichte dieser beiden Inselchen mit Ihrer Burgruine reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und beginnt mit fünf Metzgerssöhnen, die damaCannero-Rivierals die Bevölkerung am nördlichen Teil des Lago Maggiore terrorisierten. Von Terror keine Spur auf unserem Weiterweg. Ganz im Gegenteil! Langsam senkt sich der Weg in Richtung Cannero Riviera, das zwischen Palmen unter uns auftaucht. Im gleissenden Sonnenlicht des Nachmittags breitet sich der südliche Lago unter uns aus und wir können es kaum erwarten zur romantischen Uferpromenade dieses Kleinods hinabzusteigen. Über palmengesäumte Treppen schweben wir förmlich hinunter zum See.

Cannero-Riviera-AnlegerSolle es nun das bodenständige Ristorante “Europa” sein, oder das eher mondän herausgeputzte Hotel Cannero? Beide direkt am Schiffsanleger der “Navigazione del Lago Maggiore” gelegen, fällt uns die Wahl in Anbetracht unseres Outfits leicht. Bodenständig also….. und dennoch an einem Traumplatz mit Traumblick! Bei einer Lasagne von der “Brotzeitkarte” (es ist später Nachmittag) genießen wir die Wartezeit bis zum zweiten Teil des heutigen Genusskonzepts, der Kreuzfahrt!

Mit der “Helvetia” per Schiff nach Hause, eine Kreuzfahrt der Extraklasse!
Die “Helvetia”, offensichtlich ein schweizer Schiff, macht den Italienern alle Ehre und gereicht den Schweizern zur Schande. Dreißig Minuten Verspätung! Es hätten auch sechzig sein können….. An einem Ort an dem die Landschaft offensichtlich den für solche Situationen typischen germanischen Adrenalinausstoß unterdrückt! Und was dann kam, sollte für alle Verzögerungen entschädigen. Eine Kreuzfahrt über den Lago Maggiore… in der Abendsonne, inklusive etlicher Besuche malerischer Häfen beidseits des Sees. 360 Grad Traumpanorama! (Klick auf die Fotos!)Lago-Maggiore-Brissago-PanoSo gleiten wir dahin von Dorf zu Dorf in Richtung Brissago Inseln, mit ihren endemischen Pflanzen hinter denen sich unser Ziel, Ascona, in der Abendsonne räkelt. Und darüber ragt schon spitz der Wegweiser unserer nächsten Tour empor, der Pizzo di Vogorno.  Er beflügelt die alpine Phantasie. Auch wenn bei seiner Besteigung eine Rückkehr mit dem Schiff eher schwierig werden dürfte!

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Italien, Lago Maggiore, Piemont, Schweiz, Tessin | Keine Kommentare

Wo ist der schönste Bergsee im Tessin? Für uns ganz klar, hoch über Fusio im Val Lavizzara!

Was hat der schönste Bergsee des Tessin mit einer einmaligen alpinen Bewässerungskonstruktion, einem schönen Museum über die Almwirtschaft, einer Designerkirche von Mario Botta und einer Antica Osteria gemeinsam? Lago-Mognola-Lavizzara

Richtig, all diese Dinge liegen im oder über dem Val Lavizzara im Tessin und suchen Ihresgleichen! Und noch dazu an einem Rundweg, der zwar dem Wanderer etwas Kondition abverlangt, aber dennoch für alle die bergerprobt sind ohne Probleme zu meistern ist. Die “Erlebnisdichte” dieser Tagestour ist auch für uns außergewöhnlich hoch. Fusio-Val-Lavizzara Nach ca. 45 Fahrminuten (ab Locarno) im schönen Fusio angekommen, wo alle Straßen enden und das Valle Maggia Val Lavizzara heißt, wissen wir nicht wie uns der Kopf steht. Nicht von den vielen Kurven, die wir bis hierher überwunden haben, sondern vom Zwiespalt, ob wir zunächst das malerische Dörfchen erkunden sollen oder, tageszeitgemäß, zunächst  “im Frühtau zu Berge” wandern sollen. Die Vernunft siegt: Erst die ca. 5 stündige Rundtour und dann das erlebte bei kulinarischen Genüssen auf der Sonnenterrasse der uns bereits bestens bekannten Antica Osteria Dazio verarbeiten…. In dieser Reihenfolge wird ein sensationeller Tag daraus! Wanderweg-Val-LavizzaraBereits am kleinen Parkplatz vor der Brücke am Ortseingang von Fusio schickt uns ein Schild mit einer Skizze des Rundweges auf den richtigen Pfad. Und diese Beschilderung sollte uns im besten Sinne des Wortes den Tag über mit vielen Hintergundinformationen zu den Sehenswürdigkeiten am Weg begleiten. Sage und schreibe neun Stationen, View Points wie unsere amerikanischen Freunde sagen würden, hat der Rundweg der uns bis auf etwa 2100m Höhe führt. Immerhin 900 Höhenmeter über unseren Startpunkt! Beschilderte (Rund-)Wege sind ja eher nicht unser Ding, aber dieser hat es im Bezug auf den Erlebniswert in sich! Einer der Höhepunkte ist wohl die Alpe Corte Mognola und die dortige Cascina della Memoria. Auf 1842m gelegen, will das Erlebnis erst mal Alpe-Mognola-Val-Lavizzara- erarbeitet sein. Doch so schlimm ist das nicht. Auf schönem Weg steigen wir im Lärchenwald empor und sind spontan begeistert, als sich vor uns die weite Hochfläche dieser Almsiedlung öffnet. Zwischen dem Wasserfall der aus dem, für uns schönsten, Bergsee des Tessin zu Tal stürzt und den umliegenden Gipfeln des oberen Valle Maggia breitet sich eine Alm mit mehreren schön restaurierten Hütten aus. Eine davon, die “Cascina della Memoria”, beherbergt ein sehenswertes kleines Museum zur örtlichen Almwirtschaft. Schon hiMognola-Val-Lavizzaraer, am sonnenerwärmten Granittisch vor der Hütte, könnte man hängenbleiben und die Tour im direkten Abstieg an der Antica Osteria beenden. Wir aber wissen, dass uns hinter der Steilstufe, über die der Wasserfall stürzt, ein Tessiner Juwel, der Lago Mognola, erwartet. 2003 Meter über dem Meer gelegen, ist dieses grün-türkise Auge für uns einer der schönsten Plätze des Tessin! Umgeben von beinahe floureszierend grünen Matten und in der Sonne gleißenden Schneefeldern ist Alpe-Mognola-Val-Lavizzaraes einer dieser Kraftorte , von denen man sich bewusst losreißen muss um die Tour noch vor Sonnenuntergang zu beenden. Aber uns lockt eine weitere Attraktion, das einzigartige, in Stein gehauene “Aquedotto di Canaa” über das wir an dieser Stelle schon ausführliche berichtet haben. Also noch weiter bergan! Und dann mit schönen Ausblicken auf den Lago Sambuco teils ruppig, aber immer auf Wanderwegen wieder bergab. Zugegeben, die informativen Schautafeln an den letzten Almen  an diesem herrlichen Weg nehmen  wir im Abstieg eher flüchtig war.Lago-Mognola-Val-Lavizzara Der Sinn steht uns inzwischen mehr nach einem kühlen Getränk auf der Sonnenterrasse der Antica Osteria Dazio in Mitten der historischen Häuser von Fusio, die hier zum Teil der wilden Tessiner Natur schon seit dem Jahr 1258 trotzen. Und wem nach so einem grandiosen Tag mehr nach Stille und spiritueller Erbauung ist, dem sei die nahe Kirche von Mario Botta in Mogno empfohlen. Auch so ein Kraftort im Tessin…! ….der übrigens nur entstand weil 1986 eine Lawine aus den Hängen unter dem Lago Mognola die alte Kirche des Weilers Mogno hínwegfegte……

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Lago Maggiore, Schweiz, Tessin | 4 Kommentare

Alpe Masnee- ein Tessiner Juwel zwischen Verzasca und Maggia Tal!

Lange war sie auf unserer “Places to see, before you die!” Liste. Was wir dann auf der Alpe Masnee vorfanden übertraf alle Erwartungen. Doch wie so oft haben dieAlpe-Masnee-Panorama Götter vor den Genuss den Schweiss gesetzt. Als wir in der flirrenden Hitze des Maggiatals stehen und die schroffe Einkerbung des Valle del Salto inspizieren, durch die der Alpe-Masnee-Maggia-1Hüttenzustieg führt, ahnten wir noch nicht wie viel Schweiss uns tatsächlich abverlangt werden sollte. Rund 1800 Höhenmeter liegen zwischen uns und dem auf auf 2063 Metern Höhe gelegenen, wunderschönen aus fünf Hütten bestehenden Almjuwel.

Durch die grüne “Hölle” des Valle del Salto.
Also gehen wir’s an und tauchen ein in die Schlucht des Valle del Salto! Üppiges Grün soweit das Auge reicht. Und tief Maggia-Masneeunten in der Schlucht, auch wieder üppiges Grün, in Form des Wildbaches der sich am Talausgang über eine einhundertzwanzig Meter hohe Felsstufe förmlich auf das Dörfchen Maggia herab ergießt. Nach mehrtägigem Dauerregen ist das ein Naturschauspiel erster Klasse! Uns aber heizt Val-Salto-Maggiadie Sommersonne ein. Beim Blick nach oben wird schnell klar, dass die Alpe Masnee nicht nur in luftiger Höhe trohnt sondern, dass sie auch ganz schön abgelegen ist. Unvorstellbar, welche Armut hier im 18. Jahrhundert geherrscht haben muss um die Menschen samt ihrer Tiere bis in höchste Höhen und in den letzten grünen WinkelDeva-Masnee-Maggia zu treiben um Almwirtschaft zu betreiben. Auf teils ruppigen und von Gras und Farn überwachsenen Pfaden arbeiten wir uns nach oben….stundenlang! Das bietet genügend Gelegenheit zur inneren Einkehr und für Gedanken darüber, wie es wohl vor 250 Jahren gewesen sein muss, als so ein Aufstieg kein Freizeitspaß, sondern Teil eines bitteren Überlebenskampfes war. Alpe-Masnee-MaggiaDer Kontrast zu dieser Gedankenwelt hätte nicht größer sein können, als ein knatternder Heli über unsere Köpfe rast und, wie wir später erfahren sollten, die Enkelin der letzten Älpler, die auf der Alpe Masnee heute nach dem Rechten schaut, einfliegt.Alpe-Masnee-Passo-Deva Immer ruppiger wird der Pfad als wir uns dem Passo Deva nähern. Aber mit dem Heli tauschen wollten wir dennoch nicht. Zu beindruckend ist dieser Talschluss, um ihn nicht “Schritt für Schritt” zu erobern. Auf dem Passo Deva angekommen, fehlt uns allerdings eher die Muße um den Tiefblick auf den Lago di Starlaresc und ins Verzascatal zu genießen. Alpe-Masnee-Val-Salto“Endlich ankommen”, heißt die Devise nach diesem in jeder Hinsicht intensiven Aufstieg. Bis zuletzt rätseln wir wo sich denn die fünf Hütten der Alpe Masnee nun versteckt halten. Kaum zu glauben, wie perfekt Granithütten in einer Granitlandschaft getarnt sind!

Almwirtschaft seit 1788….. wenn Steine erzählen könnten!
In weitem Bogen nähern wir uns diesem Almdorf dann schließlich von oben und sind ab Alpe-Masnee-Verzasca-1der ersten Minute begeistert. Bis 1952 war sie bestoßen die Alm, die dem Patriziat Maggia gehört. Dann verließen die Großeltern der Heli Hüttenwartin für immer diesen entlegenen Flecken. Seit Ende des 18. Jahrhunderts, wie die in den Gneis gemeißelte Jahreszahl 1788 anzeigt, hatte es hier Almwirtschaft gegeben. Was dann folgte war das typische Schicksal nicht mehr genutzter Steinhütten im Tessin. Binnen weniger Alpe-Masnee-DevaJahre gibt der Baumstamm, der das tonnenschwere Dach aus Gneisplatten trägt, seinen Geist auf. Es bricht in sich zusammen und die Hütten verwandeln sich in das was sie ursprünglich waren: in einen Haufen Steine. Doch dieser Vorgang ist reversibel! Alpe-Masnee_VerzascaZumindest wenn man fünfhunderttausend Schweizer Franken in die Hand nimmt und zig Freiwillige über mehrere Jahre ihre Freizeit opfern. So geschehen auf der Alpe Masnee. Heute erstrahlt sie in wunderschöner Panoramalage in neuem Glanz. Die Fotobücher die dort oben hinterlegt sind, künden vom Alpe-Masnee-salsicciaunvorstellbaren Aufwand den die lokalen Bergenthusiasten getrieben haben um dieses Kleinod wieder auferstehen zu lassen. Und wir haben uns gleich zwei Übernachtungen gegönnt um das Resultat der Mühen zu genießen. Wieso auch nicht? Der lange, anstrengende Aufstieg ist schnell vergessen als das Masnee-Lago-MaggioreHolzfeuer im Ofen knistert und die mitgebrachten kulinarischen Köstlichkeiten auf den Tisch kommen. Zum Dessert genießen wir das Wetterschauspiel mit tollen Wolkenformationen über dem am Horizont sichtbaren Lago Maggiore. Auch die Kette der Lago-Pianca-Maggiaschneebedeckten Walliser Viertausender, die am nächsten Morgen rosa glitzernd in den tiefblauen Himmel ragen, beindruckt. Man könnte hier glatt Lago-Pianca-MasneeWurzeln schlagen, würde nicht auf der Abstiegsroute das tiefblaue Auge des Lago Pianca, einem der schönsten Bergseen des Tessin, locken. Wir denken an die Heli Capella-Pioda-MaggiaHüttenwirtin als wir zu Tal schweben und im steilen Abstieg wieder in den tiefgrünen Dschungel des Valle del Salto eintauchen. Mit glühenden Sohlen erreichen wir die Capella Pioda an der Steilstufe hoch über Maggia und stellen zufrieden fest: diese kleine Expedition hat mal wieder bleibende Eindrücke hinterlassen. Der vergossene Schweiß hat sich gelohnt!

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Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Lago Maggiore, Schweiz, Tessin | Keine Kommentare

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