Archiv für das Tag 'Valle Maggia'

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Vom Val Lavizzara zum “Cerro Torre” des Tessin

Zugegeben, der Vergleich mit dem Riesen in Patagonien ist gewagt! Aber trotzdem erinnert mich der 2558 Meter hohe Pizzo del Prevat zwischen dem Val Lavizzara und der Laventina immer wieder an die schroffen Spitzen des Cerro Torre.

Fusio-Palazzi Als wir in Fusio aufbrechen steht uns dennoch kein rauher Weg in extremem Klima bevor, sondern ein herrlicher Aufstieg der durch saftig grüne Wiesen und im unteren Teil auch Wälder führt. Gut 1000 Höhenmeter wollen überwunden sein, bevor wir das Panorama am 2318 Meter hohen Passo Campolungo genießen können. Im unteren Teil richtet sich der Blick zunächst jedoch nochmal talwärts wo die schönen Palazzi in Fusio und der grüne Talboden des Val Lavizzara  die Szenerie dominieren.  Etwas weiter bergan Val-Lavizzara-Fusiogewährt der Pfad im lichten Bergwald auch einen Rückblick auf das Finale des Vortages, an dem wir von der Capanna Cristallina herüber kamen. Der tiefblaue Lago del Sambuco kommt als blaues Band hinter seiner massiven Staumauer ins Blickfeld. Ein von Menschen gemachter Eingriff, aber aus der Heliperspektive Aufstieg-Passo-Campolungodoch irgendwie schön. Von unverbauten Gebirgsbächen begleitet steigen wir weiter auf und genießen die satten Farben und das üppige Grün, das beim heutigen Kaiserwetter noch intensiver leuchtet als sonst. Da wird der Weg hinauf über die Alpe Pianascio zum Traumpfad.

Aufstieg-Fusio-Passo-CampolIm oberen Teil recht steil, erreichen wir den Passo  Campolongo. Von der Passhöhe schweift der Blick über die von Bachläufen durchzogene und  brettebene gleichnamige Alm, die etwa 250 Meter tiefer liegt. Am Gegenhang trohnt oberhalb der Ebene auf Felsen die Selbstversorgerhütte Capanna Leit. Bevor wir jedoch die kleine Hochebene erreichen gilt es noch mit voller Konzentration über einige steile Schneefelder abzusteigen. Direkt unter dem Pass kraxeln wir über interessante geologische Formationen. Stellenweise ist der Fels fast weiß und sieht aus der Ferne eher aus wie Beton. Passo-Campolungo

Die Querung der blühenden Bergwiesen der Alpe Campolongo ist nach dem steilen und felsigen Abstieg ein Genuss. Und beim Blick zurück ist er plötzlich da, der Cerro Torre. Über den Wiesen steht die Capanna-Leitmarkante Pyramide des Pizzo del Prevat. Dieser herrliche Platz schreit nach einer Rast. Wir wissen, dass noch ein kurzer steiler Abstieg zum Lago Tremorgio bevor steht bevor wir unser heutiges Ziel, die  gleichnamige Capanna erreichen. Dem auf 1770 Metern gelegen See und der etwas erhöht an seinem Ufer liegenden Hütte nähern wir uns schließlich aus der Heliperspektive. Pizzo-CampolungoDas blaue Seeauge ist heute von einem Sandstrand eingerahmt. Ein sicheres Zeichen, dass das Kraftwerk in Rodi hier ordentlich Wasser zur Energiegewinnung abgezapft hat.

Die Hüttenterrasse bietet Seeblick und Seilbahnanschluss in 30 Metern Entfernung. Klar, dass man hier auf all die Ausflügler trifft, die in der Vierergondel über einer senkrechte Steilstufe aus der Laventina heraufschweben. Das tut dem Genuß aber keinen Abbruch als wir den Nachmittag bei einem kühlen Drink mit (Berg-)seeblick beschließen. Und um 19.00 Uhr wird es dann endgültig still, nachdem die GondelLago-Tremorgio die letzte “Viererseilschaft” ins Tal befördert hat. So genießen wir mal wieder die volle  Aufmerksamkeit und Gastfreundschaft unser Hüttenwirte und nebenbei auch ein sehr gutes Brasato con Polenta. Und da sich die morgige Abschlußwanderung auf die 30 Meter zur Seilbahn beschränkt haben wir auch keine Sorge den Abend mit so einigen Gläschen Merlot del Ticino zu beschließen.

Die Antica Osteria Dazio in Fusio

Von der Capanna Cristallina nach Fusio

Vom Valle Maggia ins Valle Vergeletto und weiter ins Centovalli

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Gipfel, Schweiz, Tessin, Täler | Keine Kommentare

Die Antica Osteria Dazio und das malerische Fusio: Eine perfekte Oase am Ende des Val Lavizzara!

FusioDarauf hatten wir uns schon während der ganzen 1250 Höhenmeter des Abstiegs vom Passo del Naret gefreut: Ein kühles Bier auf der herrlichen Sonnenterrasse der Antica Osteria Dazio! Und dann ein Rundgang durch Fusio, dieses romantische Dörfchen zuhinterst im Valle Maggia, oder Val Lavizzara, wie dieser Teil heißt. Und dann ein entspanntes Dinner mit Köstlichkeiten aus Claudios Küche.  Und dann…. der Reihe nach…

Beim Abstieg vom Lago Sambuco werden wir erst mal daran erinnert, dass das Leben in diesem Fusio-Holzhausabgelegenen Talschluß  nicht nimmer so süß war.  Es trieb frühere Generationen wie in so vielen Tälern der Südwestalpen sogar in die Emigration. Vor allem die USA waren ein beliebtes Ziel. Aber einige konnten nicht lassen von Ihrer alten Heimat und kehrten mehr oder weniger wohlhabend zurück. Das schlug sich dann im Baustil der Häuser nieder, wie am Rand von Fusio noch heute zu sehen. Hier kann man einen interessanten Mix aus Tessiner Steinhaus und Südstaaten Architektur mit Holzbalkonen bewundern. Wir ziehen dennoch Fusio-Palazzoschnell weiter hinunter in den alten Ortskern von Fusio, der pittoresk am Hang klebt. Die Osteria Dazio ist schnell gefunden. Sie bildet eine bauliche Einheit mit der Dorfkirche. Man speist und übernachtet fast Wand an Wand mit der Mutter Maria! Wenn das kein gutes Omen ist….. Die Sonnenterrasse mit Blick auf die mit morbidem Charme am Sonnenhang aufgereihten Häuser, die Teils wie kleine Palazzi wirken, ist legendär. Bergfreunde werden allerdings eher hinüber in Richtung des Pizzo Campo Tencia Massivs blicken, dessen Ausläufer Fusio um bis zu 1700 Meter überragen. Die Osteria Dazio geht zurück auf den Tischler Luigi Dazio, der das Haus 1880 kaufte. Noch heute erzählt die heimelige Antica-Osteria-Dazio Atmosphäre des Speiseraumes mit seinen 6 Tischen von der Kunst des Mannes. Wohin der Blick auch schweift, überall dunkle Holzvertäfelungen. Und bei genauem Hinsehen entdeckt man noch ältere Relikte, zum Beispiel denFusio-Osteria-Dazio-Herd Steinofen aus dem Jahre 1818 den Claudio Sollberger, der heutige Patron geschickt ins Frühstücksbuffet integriert! Vor dem Abendessen lassen wir Fusio bei einem Rundgang auf uns wirken. Wenn die Tagestouristen, die über die hier endende Straße in einer knappen Stunde vom Lago Maggiore hoch kommen weg sind, dann hat man das Dörfchen fast für sich und es ist wieder möglich sich vorzustellen, wie hart es gewesen sein muss der rauhen Bergwelt diese Siedlung abzutrotzen. Da haben wir es heute besser, als wir unter der Eingangsempore des Gastraumes der Osteria zum Abendessen Platz nehmen. Eine hervorragende Auswahl von Käse derFusio-Osteria-Dazio umliegenden Almen, hausgemachte Teigwaren und auch das Filetto vom Grill überzeugen sofort. Das lindert den Schmerz der zurückliegenden acht stündigen Tour , herüber von der Capanna Cristallina, mit Ihren wohl insgesamt 1500 Metern Abstieg. Trotz einer gewissen Erschöpfung lassen wir das Dinner  und den interessanten Gastraum mit der Empore an diesem Abend noch lange -unter Rotweineinfluss- auf uns wirken, bevor wir das Lager beziehen. Fusio-Osteria-Dazio-1Neben den schönen meist holzgetäfelten Zimmern hat man hier die Möglichkeit die Nacht stilecht direkt unter einem Dach aus Tonnen von Tessiner Granit zu verbringen. Aber die massiven Baumstämme, die es tragen geben uns das Vertrauen, dass da auch bis zum nächsten Morgen nichts passiert und wir uns planmäßig und unverletzt auf den Weg hinüber in die Laventina machen können. Wir werden in Kürze an dieser Stelle darüber berichten…..

Aus dem Val Bedretto zur “Designerhütte” Capanna Cristallina

Über den Passo del Naret nach Fusio

Vom Valle Maggia ins Centovalli

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Hotels, Restaurants, Schweiz, Tessin, Täler | Keine Kommentare

Von der Capanna Cristallina ins Val Lavizzara, …..oder können Stauseen schön sein?

Anstieg-Passo-Naret

Die architektonisch wertvolle “Holzkiste” der Capanna Cristallina entlässt uns in einen strahlenden Morgen. Im gleißenden Weiß des noch eineinhalb Meter hohen Schnees am Cristallina Pass treten wir unseren Weg hinüber nach Fusio im Val Lavizzara an. Es sollten sieben eindrucksvolle Stunden werden, die nicht zuletzt durch menschliche Eingriffe einen besonderen Reiz haben. Aber das ist Geschmackssache!

Die Querung des oberen Val Torta ist zunächst ein kleiner Abstieg und auch im Juli, wenn es wie diesmal noch viel Schnee hat, einLago-del-Naret-Wegweiser eher mühsames Unterfangen. Über steile aber ungefährliche Schneefelder zieht der Weg hinauf zum Passo del Naret, der mit 2438 Metern nur 100 Höhenmeter über der Capanna Cristallina liegt. Die Mühen liegen hier eher im Detail, wenn es darum geht auf dem harten Schnee nicht abzurutschen und per Sichtnavigation die optimale Route durch die Schmelzwasserbäche zu finden. Am Passo del Naret bietet sich das gewohnte Bild.  Die Wegweiser stecken tief im Schnee und man muss sich bücken um die Tafeln zu lesen. Da wo mal einer frei steht wird an den lädierten Tafeln klar, welche Gewalten hier im Winter z.B. in Form von Lawinen walten!

Der Blick in Richtung Val Lavizzara, dem obersten Ende des Maggiatals, hat arktische Züge. Das blaue Seeauge des Lago del Naret auf 2310m ist umrahmt von Eisformationen und kleine Minieisberge und Schollen verzieren den Spiegel des Sees. Hier betreten wir das Reich der Ofima (Officine idroelettriche della Maggia SA), der Maggia Kraftwerke AG.

Lago-Naret Abstieg-Laghetti
Lago-del-Naret-Laghetti Lago-Naret-Laghetti-Eis

Seit ihrer Gründung 1949 hat sie ein eindrucksvolles Netz von Speicherseen, Druckstollen von bis zu 24km Länge (!) und Kraftwerken geschaffen, die jeden Höhenmeter von hier bis zum Lago Maggiore nutzen um Strom zu erzeugen. Dass die Eisberge letztlich im Lago Maggiore enden und dass der schön ist steht außer Frage. Aber sind die massiven Eingriffe der Ofima, sprich die Stauseen auch schön? Wir meinen Ja! Die Staumauern sind zwar alles andere als gefällig, allerdings entschädigt die Seenlandschaft, die Sie geschaffen haben und die wir auf unserem Abstieg nach Fusio durchqueren. Der allerdings zieht sich!

Abstieg-Val-Sambuco Nach der zwischenzeitlichen sporadischen Nutzung des Fahrsträßchens der Ofima sind wir froh bald wieder über saftige Wiesen und durch schönen Lärchenwald abzusteigen. Am hinteren Ende des auf 1461 Metern gelegenen Lago del Sambuco steht eine Grundsatzentscheidung an. Auf der Fahrstraße am Ufer entlang, oder wieder 100m hoch und dann auf einem alten Verbindungsweg mit Panoramablick auf den Lago Richtung Fusio? Wir entscheiden uns für Panorama……und damit wie sich noch zeigen sollte für  eine sehr schweißtreibende Variante. Lago-Sambuco-Staumauer

Zweihundert  Meter hoch geht es über dem See dahin. Die Landschaft  und insbesondere der SeeblickLago-Sambuco ist grandios! Das tiefblaue Wasser, vom Wetter gezeichnete uralte Lärchen, Wasserfälle und ein Weg, der im hohen Gras als solcher kaum zu erkennen ist. Er verbindet eine Reihe verlassener Almen und sein stetiges auf und ab saugt uns die Kraft aus den Knochen.

Der Lago del Sambuco war der erste See, den die Ofima 1956 gestaut hat. Mit seiner 130m hohen Staumauer und einer Länge von 3 km ist er einer der größten des Tessins.  Lago-Sambuco-WasserfallKurz oberhalb der Staumauer mündet ein “Knochenbrecherabstieg” schließlich wieder auf das Fahrsträßchen. Sechs Stunden haben wir bis hierher gebraucht und der Wegweiser zum heutigen Ziel zeigt immer noch 45min an.   Die führen allerdings genüsslich durch einen grünen Talboden 200 Meter hinab ins schöne Fusio. Die Vorfreude auf unsere heutige Unterkunft, die Antica Osteria Dazio und auf ein kaltes Bier auf ihrer Sonnenterrasse wächst mit jedem Schritt….

Fusio und die Antica Osteria Dazio

Vom Val Bedretto zur Capanna Cristallina

Von Prato Sornico zur Capanna Soveltra

Vom Maggia Tal ins Centovalli

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Lago Maggiore, Schweiz, Tessin, Täler | Keine Kommentare

Vom Valle Maggia ins Centovalli …..vorbei bei den Helianglern zur Alpe di Ribia (2/3)

Die mit Granittischen und -bänken "bestuhlte" Terrasse der Capanna Alzasca sorgt bei Sonnenschein leicht für morgentliche Verspätungen, da man sich schwer von diesem herrlichen Platz löst. Aber es sollte noch besser kommen…..

Kurz hinter der Hütte führt ein traumhaft schöner Wegabschnitt hoch zum Lago Alzasca (1855m). Uralte Lärchen und Tannen erstrahlen in der Morgensonne und versetzen den Wanderer in Herrentour_2007 054 ein Landschaftsbild, das den Eindruck vermittelt man sei in Kanada.

Nach kurzem Aufstieg erreichen wir den glasklaren in allen Grüntönen schimmernden Lago Alzasca. In einem Kessel gelegen und von alten Bäumen und Wiesen umgeben beschließen wir dass es gut ist, dass man bis hierher 5 Stunden zu Fuß unterwegs ist. Ohne Schweiß keine Einsamkeit und kein Kanadafeeling, denken wir…… bis der erste Heli im Tiefflug einschwebt und ohne richtig zu landen 3 Angler mit voller Ausrüstung ausspuckt, bevor er sich wieder in einem kontrollierten Absturz Richtung Tal stürzt um die nächste Fuhre zu holen!

Es ist Sonntag Morgen und der örtliche Herrentour_2007 074 Angelverein hat zur Jagd geblasen. Das hätten die mal am Abend zuvor tun sollen. Damit wäre sicher das gute Essen auf der Capanna Alzasca noch um eine Attraktion reicher gewesen!

Wir steigen weiter und queren über die Bocetta di Doia hinüber ins Val Vergeletto. Dort umrunden wir teils weglos den Kessel unter der Cima di Catögn. Vom namenlosen Sattel auf 2241 Metern kommt das Tagesziel in Sicht, die Alpe die Ribia auf 1996 m. Nur noch eine halbe Stunde, bis wir unsere Rucksäcke um die mitgebrachte Selbstversorgermahlzeit erleichtern können.

Bei helimäßigem Tiefblick von der Terrasse der Hütte genießen wir unser mediterranes Antipastibuffet aus dem Herrentour_2007 131 Rucksack und studieren schon mal den morgigen Abstieg. Die eine oder andere Flasche Rotwein aus dem Selbstversorgerhüttenvorrat (Wein, Bier, Limo sind üblicherweise vorhanden) hilft uns dabei über Gedanken an vom Abstieg schmerzende Knie hinweg. Als dann noch das frisch aufgebackene Tessiner Brot vom eigens von uns im offenen Kamin installierten Granitplattentoaster zu den Antipasti gereicht wird sind die letzten Sorgen über den bevorstehenden Steilabstieg verflogen….

Weitere Tourentipps:

3. Tag: Von der Capanna di Ribia ins Centovalli

…noch mehr Touren- und Einkehrempfehlungen rund ums Valle Maggia

Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Hütten, Schweiz, Tessin | Keine Kommentare

Vom Valle Maggia ins Centovalli …..vorbei an Fischerbooten zur Dusche mit 1300m Tiefblick (1/3)

Auf den ersten Blick ist nicht so leicht erkennbar, wie man von Someo im Maggiatal je über die steilen FelswändeHerrentour_2007 006 dieses Trogtales zur Capanna Alzasca des CAS Locarno gelangen soll ohne Haken und Seil zu bemühen….. Nach der Querung der Maggia auf einer  Hängebrücke wird schnell klar wie das Konzept funktioniert. Die Älpler haben die Wände und Steilhänge mit Rampen und Treppen aus Granit gangbar gemacht. Eindrucksvolle Weganlagen, die oft schattig die üppig bewachsenen Steilhänge empor führen. Der Bach bei der Cascata del Soladino wir von einer schönen Herrentour_2007 010Steinbogenbrücke überspannt.  Danach geht es weiter steil bergan, bevor sich 1000 Meter über Someo das Hochtal mit den Almen von Rotonda öffnet. Einige der Hütten wurden vom Besitzer  aus Zürich restauriert und werden an Ruhe suchende Gäste vermietet. Die kommen allerdings wie wir hören oft mit dem Heli! Unterhalb der Almhütten liegt ein Fischerboot auf einer Wiese vor Anker. Das ist wohl einmalig in den gesamten Alpen!Herrentour_2007 019

Der Weg zieht sich nun etwas sanfter ansteigend die letzten 500 Höhenmeter oft durch lichten Wald und über Wiesen zur schön restaurierten Capanna Alzasca (1734m). Die Granittische vor der Hütte laden zu einem Spontanaperitiv ein, den wir uns nicht entgehen lassen. Kühle Getränke direkt aus dem Quellwasserbrunnen! Die Bewirtung ist sehr freundlich, was wohl auch daran liegt, dass sie von 2 CAS Sektionsmitgliedern für jeweils 2 Wochen ehrenamtlich übernommen wird. Das reduziert das Stressniveau und man hat es mit Leuten zu tun, die Spaß an der Sache haben und nicht auf den Umsatz schielen müssen. Wir logieren angenehm in der Hütte nebenan, die in ein schönes Matratzenlager auf 2 Ebenen verwandelt wurde.Herrentour_2007 053

Die zugegebenermaßen subjektive Attraktion nach 4 Stunden steilem Aufstieg nehmen wir zunächst nicht wahr: Eine kleine Granithütte 20 Meter unterhalb der Capanna beherbergt eine der imposantesten Duschen in den Tessiner Bergen. Und das will was heißen! Innen Edelstahl und bei offener Tür ein 1300 Meter Tiefblick ins Maggiatal und auf die Tessiner Alpen. Da Druck und Temperatur 1a sind vergisst man schon mal, dass andere Mitwanderer ebenfalls literweise Schweiß vergossen haben den sie besser zum Wohle aller noch vor dem Abendessen abwaschen sollten!

Weitere Tourentipps:

2. Tag: Von der Capanna Alzasca zur Alpe di Ribia

…noch mehr Touren rund ums Valle Maggia

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Geschrieben von Michael | Abgelegt unter Hütten, Schweiz, Tessin | Keine Kommentare

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