Val Grande Nationalpark (1/3): Von Trontano hinauf zur Alpe Rina

Val Grande Nationalpark (1/3): Von Trontano hinauf zur Alpe Rina

Schon der Einstieg zu dieser einsamen Tour ist ein Erlebnis, zumindest für Eisenbahnfreunde. Aus dem Tunnelbahnhof der Centovallibahn in Domodossola rattert der alte Zug über Serpentinen, durch kleine Weinberge und vorbei an ...

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Die Trattoria 'Uomo Selvatico'; ....zu Gast beim Waldmensch von Chiavenna.

Die Trattoria 'Uomo Selvatico'; ....zu Gast beim Waldmensch von Chiavenna.

Aus dem einsamen Savogno kommend, schafft es Chiavenna schnell trotz, oder gerade wegen seines kleinstädtischen Charakters und der mediterranen Betriebsamkeit,  einer unserer Lieblingsorte südlich des Alpenhauptkammes zu werden. Schon der Weg entlang der ...

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Die Alpe di Spluga - Ein Rifugium erster Klasse auf dem beschwerlichen Weg vom Maggia- ins Verzascatal.

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Ganz unbekannt sind sie ja nicht, die beiden Täler im Hinterland des Lago Maggiore! Aber die Topografie sorgt, wie so oft im Tessin, dafür dass selbst traumhafte Orte quasi unberührt bleiben. Die ...

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Val Grande Nationalpark: Der Südeinstieg. Mit Panoramagarantie vom Monte Rosa bis zum Apennin!

Val Grande Nationalpark: Der Südeinstieg. Mit Panoramagarantie vom Monte Rosa bis zum Apennin!

Den Blick auf das höchstgelegene Haus Europas auf der Signalkuppe des Monte Rosa, den Lago Maggiore, die Borromäischen Inseln, den Orta See, den Lago di Varese, die Poebene und die Ausläufer des ...

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Mittelalterliches Flair in der Gondoschlucht- Hotel Stockalperturm

Mittelalterliches Flair in der Gondoschlucht- Hotel Stockalperturm

Wenn man in Brig im Rhonetal, auf dem Weg zum Simplonpass das mächtige Stockalperschloss sieht, steigt unweigerlich die Vorfreude auf das, was einen auf der anderen Seite des Passes im Schweizer Grenzdorf ...

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Mit Herrn W. von Salzburg nach Nizza. Oder wie Berge Orientierung geben.

Mit Herrn W. von Salzburg nach Nizza. Oder wie Berge Orientierung geben.

Was kommt dabei heraus, wenn ein Top Manager in den Alpen nach der Neuausrichtung  seines Leben sucht? Zumindest ein inspirierendes und gefühlvolles Buch, das jeden Bergfreund der auch noch ein zweites Leben ...

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Die Südalpen und den Lago Maggiore im 360 Grad Blick

Die Südalpen und den Lago Maggiore im 360 Grad Blick

Es gibt wenige Aussichtsgipfel in den Alpen die so ein Traumpanorama wie der Gridone (2188m) bieten und dabei vergleichsweise wenig frequentiert sind. Auf sehr schmalem Sträßchen schraubt man sich über Brissago am Lago ...

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Grenzschlängeln über drei Pässe, hinüber zum Rifugio Andolla und weiter nach Antronapiana

Grenzschlängeln über drei Pässe, hinüber zum Rifugio Andolla und weiter nach Antronapiana

Vom Rifugio Alpe il Laghetto erblicken wir schon den ersten Paß, der uns von den Laghi di Campo trennt. Der morgentliche Aufstieg in der Sonne sorgt dafür, dass wir die herrliche Szenerie ...

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Vom Val Malenco zur Forno Hütte - Gletscherpanorama deluxe!

Vom Val Malenco zur Forno Hütte - Gletscherpanorama deluxe!

Das Frühstück in der Albergo Chiareggio halten wir kurz. Schließlich lockt draußen Kaiserwetter und ein  herrlicher Übergang in die Schweiz, der Forno Paß (2768m). Nach 10 Minuten endet die Fahrstraße im wunderschönen ...

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Die Venus vom Orta See

Die Venus vom Orta See

Der Ortasee zählt sicher zu den "vernachlässigten" oberitalienischen Seen. Und das ist aus der Sicht des Genießers gut so! Orta San Giulio am Ostufer des Sees  bildet einen romantischen Ausgangsort z.B. zum Einstieg ...

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Über den höchsten Bahnhof Europas ins Puschlav....der ideale Einstieg für den Weg von Poschiavo nach Chiavenna.

Über den höchsten Bahnhof Europas ins Puschlav....der ideale Einstieg für den Weg von Poschiavo nach Chiavenna.

Es sollte diesmal die Bernina Südseite  sein. Wie meist war unser Tourenkonzept auf mediterrane Bergerlebnisse angelegt. Diesmal allerdings mit einem Einstieg für Eisenbahn- und Technikfreaks. Sicher ist es ein Leichtes den Berninapaß ...

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Von Campello Monti über die Route der Leichenträger nach Rimella ...auch das ist die GTA

Von Campello Monti über die Route der Leichenträger nach Rimella ...auch das ist die GTA

Die Grande Traversata delle Alpi wartet oft mit schönen historischen Anekdoten auf. Unsere heutige Route von Campello Monti im Strona Tal über die Bocchetta di Campello (1924m) hinüber nach Rimella im Mastallone ...

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Die Capanna Cristallina - architektonische Meisterleistung, oder "Zigarrenkiste" mit Basodinoblick?

Die Capanna Cristallina - architektonische Meisterleistung, oder "Zigarrenkiste" mit Basodinoblick?

Die Antwort auf diese Frage muss sich jeder selbst ersteigen, in 4 Stunden und auf 1200 Höhenmetern. So weit ist es von Ossasco im Val Bedretto herauf zu dieser in mehrfacher Hinsicht ...

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Die Antica Osteria Dazio und das malerische Fusio: Eine perfekte Oase am Ende des Val Lavizzara!

Die Antica Osteria Dazio und das malerische Fusio: Eine perfekte Oase am Ende des Val Lavizzara!

Darauf hatten wir uns schon während der ganzen 1250 Höhenmeter des Abstiegs vom Passo del Naret gefreut: Ein kühles Bier auf der herrlichen Sonnenterrasse der Antica Osteria Dazio! Und dann ein Rundgang ...

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Das schwarze Tal..... eindrucksvolle Walserkultur und der Blick auf das höchstgelegene Haus Europas.

Das schwarze Tal..... eindrucksvolle Walserkultur und der Blick auf das höchstgelegene Haus Europas.

Der Talboden des Val Vogna liegt noch in tiefem Schatten, als wir uns im gleichnamigen Rifugio auf eine herrliche Tour über den Passo del Maccagno vorbereiten. Die Gipfelkämme dieses Seitentals des ...

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Vom Orta See nach Campello Monti, der perfekte Einstieg in die Grande Traversata delle Alpi

Über die Venus vom Orta See haben wir ja bereits berichtet. Aber Orta San Giuglio mit seinem mediterranen Flair und der vorgelagerten Klosterinsel im See ist nur der Auftakt zu tollen Bergerlebnissen auf der GTA, die man je nach Zeit und Lust auf die nächsten 55(!)Tage und bis zum Mittelmeer ausdehnen kann! Aber wir wollen heute nur einen schönen Einstieg in diesen Weitwanderweg beschreiben…Orta San Giuglio

Campello Monti, der kleine nur noch im Sommer bewohnte Weiler am Talschluß des Val Strona bietet so eine Möglichkeit. Obwohl mit dem Auto in 40 min. von Omegna am Orta See aus erreichbar, beschließen wir uns der GTA per gemütlichem Fußmarsch anzunähern. In Forno, auf ganzen 1100 Metern, beginnt das "Abenteuer" zunächst mal wieder kulinarisch. Die kleine Albergo del Leone Albergo del Leone ist der ideale Ausgangspunkt um nach einer Übernachtung oder auch nur nach einer vorzüglichen Salsiccia zu Mittag den Weiterweg nach Campello Monti unter die Füße zu nehmen. Die beiden sonnigen Tische vor der Löwenherberge und die bodenständige Qualität der Küche gefährden mal wieder unseren Zeitplan. Aber nach Campello Monti sind es nur 1.5h und gute 200 Höhenmeter. Da kommt kein Streß auf…..

Gut markiert zieht der Weg, oft am Bach entlang hoch in Richtung der kleinen Walsergemeinde Campello Monti.  Malerisch liegt sie da am Hang im Talschluß des Val Strona und das hölzerne Schild "Communita Walser" erinnert uns daran, dass wir uns auf historischem Boden befinden. Die wenigen nur noch im Sommer bewohnten Häuser bieten alles, was der GTA Wanderer benötigt. Ein schönes Posto Tappa; die einfache Unterkunft für die Nacht ist in der alten Scuola Elementare, der ehemaligen Dorfschule untergebracht. Seit einem früheren Besuch hat sich bis auf die Renovierung der Schlafräume an diesem romantischen Ende der Welt nicht viel getan. Die in den Sommermonaten geöffnete Bar bietet immer noch herrliche Pasta und hervorragende Pizza, so dass sich hier am Abend eine wunderbare Campello Monti

Mischung aus mediterranem Ambiente und Gedanken an die fast vergangene Walserkultur einstellt. Auch ist die "Gefahr" groß mit den nach dem Tode des letzten Dauerbewohners im Jahr 1980 verbliebenen Sommerbewohnern in Kontakt zu kommen, sei es beim Boccia auf der Bahn zwischen Schule und Bar oder beim Rotweingelage. Gerne erinnern wir uns daran wie wir vor Jahren, als die GTA noch ein Geheimtip war, von der abendlichen Dorfgemeinschaft für ein paar Stunden "adoptiert" wurden und mit Luigi dem Dorfbarden "Una Festa sui Prati" schmettern durften. Mit diesen schönen Erinnerungen im Kopf beschließen wir den Abend, bevor es am nächsten Tag hinauf zur Bocca di Campello und weiter nach Rimella geht. Doch dazu später mehr…..

–> umfangreiche Informationen zur GTA gibt es auf www.gtaweb.de

–> die wohl besten und aktuellsten Wanderführer für die GTA (Nord & Süd) , von Prof. Werner Bätzing liefert der Rotpunktverlag (siehe auch Literaturangebot in der rechten Spalte):

GTA Nord Führer GTA Sued Führer

 

–> für Romantiker und lange Abende ist der inzwischen zum Glück neu aufgelegte Klassiker "Der Weg" von Eberhard Neubronner sehr zu empfehlen (siehe auch Literaturangebot in der rechten Spalte):

Der Weg

 Vom Orta See nach Campello Monti, der perfekte Einstieg in die Grande Traversata delle Alpi

Geschrieben von mountainzone am 10. Januar 2009 | Abgelegt unter GTA, Italien, Piemont, Täler | Keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

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Zu Gast bei der “angeheiterten Grille” im Val Sesia….ein dreistufiges Genusskonzept auf der Grande Traversata delle Alpi

Wir sind wieder im Piemont und  wieder auf der GTA, jenem traumhaften Weg der in ca. 50 Etappen den Westalpenbogen vom Hinterland des Lago Maggiore und Orta Sees bis zum Mittelmeer durchquert. Und diesmal sind wir sogar aus kulinarischen Gründen auf einem uns bereits bekannten Teilstück im Parco Naturale Alta Val Sesia unterwegs. Im Ristorante Lo Scoiattolo hatten wir uns am Vortag bereits auf höchstem Niveau gestärkt. Also war ein bodenständiges piemontesisches Genußerlebnis genau das richtige Kontrastkonzept für diesen Tag.

Albergo Tagliaferro Rima

Zwischen den Genüssen in Carcoforo und dem auch schon mal für Slow Food Events genutzten “Grillo Brillo”, der angeheiterten Grille eben, liegt allerdings der 2531 Meter hohe Colle del Termo. Entsprechend simpel ist das Höhenprofil des Tages: 1200 Meter hinauf und drüben 1100 Meter hinunter. Der Lohn der Mühe ist ein schön restauriertes Walserdorf mit seinen einmaligen Eindrücken, ein einfaches aber ganz gemütliches Posto Tappa unter dem Dach des Hauses der Nationlaparkverwaltung und eben dieses Grillenrestaurant, das sich als mehrstufiges Genusskonzept entpuppen sollte.  Brillo Grillo

Als wir vor einigen Jahren in Rima waren gab es noch die Albergo Tagliaferro, DAS Traditionshaus am Ort, benannt nach dem Hausberg. Gerne erinnern wir uns noch an das rollende Vorspeisenbuffet, das der Patron immer wieder auf einem Wagen an den Tisch heran rollte,  Ristorante Brillo Grillobis nichts mehr ging!

Auch wenn die guten Zeiten als die Albergo in den 1950ern sogar noch eigene schwarz/weiß Postkarten auflegte lange vorbei sind so finden wir doch bei der Grille einen adäquaten Ersatz, einen dreistufigen sogar.

Die Stufe 1 wird gezündet, als wir auf der hübschen Terrasse mitten im Dorf ankommen und auch deshalb herzlich empfangen werden, weil wir der Chefin einen Brief Ihrer Schwester, die unsere gestrige Unterkunft in Carcoforo bewirtschaftet, mitgebracht haben. Hier kommt  eben die Post noch mit dem Wanderer über den Berg!

Die Terrasse mit Ihren massiven Holztischen und -bänken ist der perfekte Ort um die eindrückliche Walserarchitektur und das Gesamtensemble Rima auf sich wirken zu lassen. Beim Cappuchino ist es herrlich das Treiben und das Kommen und Gehen an diesem zentralen Anlaufpunkt zu beobachten. So kann sich die Stufe 1 leicht den halben Nachmittag hinziehen. Die Kühle des frühen Abends liefert schließlich Grund genug Stufe 2 zu zünden. Im kleinen Gastraum der die Bar und ganze 2 Tische beherbergt machen wir es uns zunächst beim Cafe und dann beim ersten Glas Vino Rosso gemütlich. Da wird über den Tresen hinweg über allerhand lokale Nachrichten schwadroniert, während wir uns bereits mental auf Stufe 3 einstellen.

Pasta Brillo GrilloDie ist dann endgültig erreicht, als uns die Wirtin in das Speisezimmer ruft da das Abendessen fertig ist. Auch hier ist man weit entfernt von Gefühlen die man aus massentouristisch geprägten Etablissements kennt. Der kleine mit dunklem, fast schwarzem Holz getäfelte Raum mit seinen sechs oder sieben Tischen strahlt sofort eine einladende Behaglichkeit aus. Die Kerzenbeleuchtung tut ein übriges. Was dann aus der Küche kommt ist herrlich piemontesisch bodenständig.

Cervo con Polenta Brillo GrilloKeine Schnörkel und deswegen so authentisch! Die Klassiker wie die vorzügliche Pasta seien hier nicht weiter erwähnt, aber der Hauptgang verdient besondere Beachtung. Hirschbratwürste in einer herrlicFormaggio Brillo Grilloh aromatischen Soße mit Waldpilzen und dazu eine cremige Polenta. Da bleibt nicht mehr viel Platz für den Formaggio aus lokaler Herstellung der das Menue beschließt. Wir helfen allerdings mit ausgewählten Köstlichkeiten aus dem Weinkeller nach. Und damit geht es wieder “aufwärts” als wir schließlich zu später Stunde durch die dunklen Gassen in Richtung Posto Tappa wandeln.

–> Nach Carcoforo zum Ristorante Lo Scoiattolo

Geschrieben von mountainzone am 26. Dezember 2008 | Abgelegt unter GTA, Hotels, Italien, Restaurants | Keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

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Vom Rifugio Zoia zum Rifugio Palü; und weiter nach Chiareggio…..zwei Seen, schluchtige Umwege und ein kulinarischer Boxenstopp

Vom Rifugio Zoia ist es nur ein Steinwurf bis auf die Staumauer des Lago di Campo Moro die auf 1996m das Seitental hoch über Chiesa im Val Malenco abschließt. Wir nutzen die Mauer als Brücke hinüber auf die andere Talseite. Unser Ziel isAlpe Foppat Chiareggio im oberen Val Malenco. Bis dahin sollten wir aber noch einiges an Strecke und Umwegen vor uns haben!

Bereits nach kurzem Abstieg, an der unter einem überhängenden Felsen liegenden Alpe Foppa passiert es. Der markierte Weg in Richtung Süden und bergab ist so einladend, dass wir ihn spontan weiterverfolgen, statt richtiger Weise einen gelb markierten Abzweig zu nehmen , der zunächst 50 Höhenmeter in Richtung Alpe Campascio ansteigt. So erkunden wir ohne es zu wollen eine wilde Schluchtenlandschaft und steigen teils auf breiten Felsbändern, aber dennoch “luftig” ab nach Franscia. Dieses Dorf auf 1600 Metern begrüßt uns schon von weitem mit dem donnernden Lärm der örtlichen Steinbrüchen. Also schnell Webcam auf der Alpe Palühinauf in Richtung Bocchel de Torno. Die 600 Höhenmeter haben es in sich, auch weil wir dabei die eine oder andere - im Sommer trostlose - Piste des Skigebiets von Chiesa als Aufstiegsrampe nutzen müssen. Siehe Webcam links.

Oben allerdings wartet die Entschädigung! Ein herrlicher Panoramablick über den Lago Palü und hinüber zum Monte Disgrazia und unserem Tagesziel, dem hinteren Val Malenco.

Unser Etappenziel für eine kulinarische Mittagsrast, das Rifugio Palü, versteckt sich allerdings im Nadelwald. Nur die Fahne ist als vielversprechender Wegweiser zur Linderung von Hunger und Durst zu sehen. Wir wissen was uns erwartet, da wir schon früher auf der Alta Via di Val Malenco unterwegs waren und hier fürstlich bewirtet wurden. Die Erinnerung an Steinpilzrisotto und  hausgemachte Ravioli beschleunigt den steilen Abstieg. Die Terrasse mit Seeblick ist gefährlich. Hier kann man bei PolenRidugio Palüta und einem vorzüglichem Brassato leicht hängen bleiben, insbesondere wenn man weiß, wie gemütlich die Lager im Haus sind, die sich eng unter das von massiven Baumstämmen getragene Steindach aus Malenco Schiefer schmiegen. Als dann auch noch die Chefin des Hauses riesige frische Steinpilze zur Trocknung vorbereitet kreisen die Gespräche mehr und mehr um eine Änderung unserer Pläne. Einzig die mindestens so gute Erinnerung an das Hotel Chiareggio, das wir bereits als schönen Stützpunkt kenWeg nach Chiareggionen gelernt hatten, vermag es die nach einigen Gläsern Rotwein entspannten  Glieder zum weitergehen zu motivieren. Das allerdings lohnt sich. Durch Wälder und über schöne von Trockensteinmauern eingefaßte Pfade, über Almwiesen nähern wir uns Chiareggio, immer den schönen Talschluß vor Augen. Der Endspurt zieht sich. Immerhin waren wir durch unseren Umweg, aber zugegebenermaßen auch aus kulinarischen Gründen fast 10 Stunden auf den Beinen. Da ist einem dann schon wieder nach Linderung, obwohl das Rifugio Palü keine 3 Stunden hinter uns liegt. Die Linderung werden wir aber sicher im Antipastikeller des Hotels Chiareggio erfahren den wir als feste Größe in unser heutiges Konzept eingebaut und an anderer Stelle schon ausführlich beschrieben haben. Rifugio Palü

Links zur Tour:

—> …zum Hotel Chiareggio

—> …ins Bergell und nach Chiavenna

—> …zum Ausganspunkt in Poschiavo

Geschrieben von mountainzone am 6. Dezember 2008 | Abgelegt unter Hotels, Hütten, Lombardei, Täler | 2 Kommentare. Was meinen Sie?

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Vom Puschlav zum Rifugio Zoia… die Schmugglerroute hinueber nach Italien

Bis zum Berghaus Selva, hoch über Poschiavo waren wir ja schon vorgedrungen. Das liebliche Almgebiet um die Hütte täuscht allerdings. Durch schönen Mischwald windet sich ein Pfad die 1000 Höhenmeter teils sehr steil hinauf in Richtung Passo Cancian an dem die Grenzlinie zu Italien verläuft. Da wiegt das geniale Hüttenfrühstück mit Bündner Trockenfleicsch und frischem Joghut doppelt schwer!

Die Rast auf der Alpe Quadrada kommt also gerade recht. Ein altes Ehepaar, das die Ruhe dieser Bergwelt perfekt verinnerlicht Passo Cancianhat, begeistert uns mit den Geschichten über die umliegenden Päße und Grate. Wir sind auf historischem Grund. Hier blühte einst der Schmuggel zwischen Italien und der Schweiz. Unser Gastgeber war in seiner Kinderzeit dabei als es galt des Nachts in achter bis zehner Gruppen, schwer beladen mit Kaffee und Zucker unerkannt über den Passo Cancian zu gelangen.

Unser Weiterweg hoch zum Pass erscheint uns nun mit anderen Augen und wir wünschen des öfteren unsere Rucksäcke seien so leer wie einst die der Schmuggler nach geglückten Geschäften in der Schweiz. Oben erwartet uns nach gut 3 Stunden eine Rast am kleinen See auf der Paßhöhe und auf der anderen Seite der schöne Abstieg Val Poschiavinadurch das Val Poschiavina. In diesem Hochtal kommen irgendwie Gefühle auf, die an eine Wanderung an einem Wildfluß in Kanada erinnern.

Die italienische Ausflüglerschar, die die schöne, direkt unter einer Felswand am Talausgang gelegene Alpe Val Poschiavina (2230m) an diesem Sonntag belagert holt uns allerdings schnell in die geographische Realität zurück. Bei dieser Verkehrsdichte ist klar, dass wir nicht weit vom Fahrweg am Stausee, dem Lago di Gera entfernt sein können. Milchig grün erscheint der See schließlich hinter einer Felsstufe. Der Blick orientiert sich instinktiv in Richtung des Talschlusses mit seinen Gletschern  und dem empfehlenswerten Rifugio Bignami, das wir bei anderer Gelegenheit schon besuchten. Wir müssen aber heute in die entgegengesetzte Richtung, also Richtung Staumauer und Zivilisation, um zuLagi Di Geram Rifugio Zoia zu gelangen.

Hinter der Staumauer wartet der nächste Ausflügler Schock. Bis hierher kann man fahren….und so sieht die zugeparkte Uferstraße auch aus. Wir überwinden den ersten Schreck und buchen das auf den letzten Metern erlebte als einen tiefen Einblick in die italienische Bergausflüglerkultur ab. Allerdings lassen sich die Gedanken an einen möglichen Weiterweg zum Rifugio Palü und damit in ruhigere Gefilde nur schwer vertreiben. Aber wir sollten Glück haben. Das Rifugio Zoia liegt zehn Minuten oberhalb eines Parkplatzes auf einem bewaldeten Hügel der über dem zweiten See unterhalb der Staumauer, dem Lago Campo Moro trohnt. Und siehe da….. wir sind fast die einzigen Übernachtungsgäste an diesem Sonntag. Wir können uns die Zimmer aussuchen und vergessen bei einem roten Veltliner auf der kleinen Hüttenterrasse mit genialem Monte Disgrazia Blick binnen Minuten, dass die Zivilisation nur einen Steinwurf entfernt ist!

In diesem Zustand mediterraner Entspannung fällt es umso leichter sich beim Abendessen der vollen Aufmerksamkeit unserer Gastgeber hinRifugio Zoiazugeben. Und die lassen es an nichts fehlen! Minestrone, Pasta, Arrosto, hervorragende gebratene Zucchini und schließlich Formaggio und die Torta di Mele zum Abschluß sorgen für authentischen Genuß und am Ende für die nötige Bettschwere, die schließlich größere Entgleisungen in Sachen roter Veltliner verhindert.Zoia

 

 

 

 

–> weiter zum Rifugio Palü und nach Chiareggio

Geschrieben von mountainzone am 15. November 2008 | Abgelegt unter Hütten, Italien, Lombardei | Keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

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Capanna Mognone ….Blick über den Lago Maggiore bis nach Italien!

Man muss es mögen auf eine einsame Hütte zu steigen, den Proviant für mehrere Tage im Rucksack und nichts zu erwarten außer Natur pur und Stille. Die Capanna Mognone auf 1463 Meter ist so ein Ort wo das alles zusammen kommt.

Obwohl hoch über der Magadinoebene gelegen und die Autobahn Bellinzona- Lugano 1200 Höhenmeter tiefer im Tal in Sichtweite, ist sie ein traumhafter Platz der herrliche Ruhe gepaart mit dem Blick über den Image-20 Lago Maggiore hinüber bis zum Monte Rosa bietet!

Die Hütte hat 12 Plätze im dreistöckigen Matratzenlager, ist immer offen und hat einen kombinierten Aufenthaltsraum mit kleiner Küche und offenem Kamin.

Die eigentliche Attraktion ist jedoch der Tiefblick in die Magadinoebene mit der Ticinomündung und über den obere Lago Maggiore. Am Granittisch vor der Hütte kann so das Frühstück schon mal bis Mittag dauern, da bei diesem Blick die Zeit quasi still steht. Insbesondere bei guter Fernsicht. Dann nämlich reicht die Aussicht bis zur vereisten Monte Rosa Ostwand.

Dieses Panorama ist ganz besonders toll am Abend, wenn der Blick ins ewige Eis von der Wärmestrahlung der tagsüber aufgeheizten Granittischplatte begleitet wird und der Merlot del Ticino aus dem gut bestückten Selbstversorgergetränkekeller der Hütte von innen wärmt. Wenn dann noch das Feuer im gemauerten Granitgrill auf der Hüttenterrasse lodert kann nichts mehr passieren….

Solch ein Vergnügen will allerdings erarbeitet sein! Hartgesottene gehen von Sementina im Tal (260m) in ca. 4h steil bergan bis zur Hütte. Mit dem schweren Proviantrucksack sehr schweisstreibend! Per Auto läßt sich der Weg etwas verkürzen.  Der Fahrweg führt bis San Defendente (633m), wo eine Schranke den öffentlichen Verkehr abschneidet. Von dort sind es noch ca. 3 steile Stunden bis oben….Capanna Orino Diese Zeiten beziehen sich auf schwere Rucksäcke. Mit leichtem Gepäck ist man natürlich deutlich schneller.

Wem es am Granittisch mit Monte Rosa Blick zu langweilig wird, der macht in 1.30h eine Ausflug  zur schönen Selbstversorgerhütte Cappanna Orino (siehe links), oder hinüber (3 alpine Stunden!) zur manchmal am Wochenende bewirtschafteten Capanna Albagno. Aber wirklich nötig ist das bei dem Panorama eigentlich nicht.

Weitere Details gibt es unter www.capanneti.ch und beim Patriziat von Sementina

Geschrieben von mountainzone am 5. November 2008 | Abgelegt unter Hütten, Lago Maggiore, Schweiz, Tessin | Keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

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Die Venus vom Orta See

Der Ortasee zählt sicher zu den “vernachlässigten” oberitalienischen Seen. Und das ist aus der Sicht des Genießers gut so!

Orta San Giulio am Ostufer des Sees  bildet einen romantischen Ausgangsort z.B. zum Einstieg in die Grande Traversata delle Alpi Orta Seebei Campello Monti. Man sollte sich aber mindestens einen Aklimatisationstag am See gönnen.  Die wunderschöne Alt-”stadt” strahlt trotz der vielen sommerlichen Besucher noch viel Ursprünglichkeit  aus und man könnte beim Cappuccino an der Piazza fast den Aufbruch in die Berge vergessen.

Kulinarisch ist auch einiges geboten! Die in Pfeffer und Rotwein marinierten und dann luftgetrockneten Schweinefilets sind legendär! Im kleinen Laden von “Orta Food” wird man bestens bedient und der Einkauf vom Trüffelkäse bis zu den marinierten Oliven wird zum Erlebnis…und das auch noch gegen MitternachtGTA_06_ 034.

Zuvor sollte man allerdings im Ristorante Venus an der Piazza Motta, dem Hauptplatz am See reservieren. Die Lage ist phantastisch. Die besten Plätze befinden sich wohl unter den Arkaden direkt am Seeufer. Von Säulen umgeben, kleine Fischerboote zum Greifen nahe direkt vor dem Tisch und mit herrlichem Blick auf die Klosterinsel die ca. 1km vor dem Ort im See liegt,  genießt man hier ein vorzügliches Essen und guten Service. WGTA_06_ 017enn es dann dunkel wir und die Klosterinsel angestrahlt ist fällt es immer schwerer sich auf eine karge Tour auf der Grande Traversata delle Alpi einzustellen. Aber man kann ja auch noch eine Tag anhängen und sich den Sacro Monte ansehen, der zum UNESCO Weltkulturerbe gehört….und nochmal bei der Venus schlemmen…

–> Einstieg in die Grande Traversata delle Alpi

Geschrieben von mountainzone am 3. November 2008 | Abgelegt unter GTA, Italien, Piemont, Restaurants | Keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

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